• 10.11.2010, 14:02:34
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"Humanitäre" Streitkräfte? NGO-Dachverband warnt vor Vermischung von militärischen und humanitären Einsätzen

Wien (OTS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos präsentiert
seine Vision für die Aufgaben des Heers im Magazin "News": Ihm
zufolge wird es eine intensive Beteiligung an der internationalen
Friedenssicherung und an Katastropheneinsätzen im Ausland geben.

Das Ziel, massiv in der Humanitären Hilfe aktiv zu sein,
kommuniziert Darabos konsequent. "Das geht nicht zusammen",
konstatiert Petra Navara, Geschäftsführerin der AG Globale
Verantwortung. "Entweder man folgt einem humanitären Auftrag, dann
ist man den Prinzipien Humanität, Neutralität, Unparteilichkeit und
Unabhängigkeit verpflichtet, ohne Wenn und Aber. Oder man ist ein
Heer eines Nationalstaates."

Denn Militär und humanitäre Organisationen verfolgen
unterschiedliche Zielsetzungen und handeln nach unterschiedlichen
Prinzipien. Die AG Globale Verantwortung als Dachverband der
entwicklungspolitischen und humanitären Nichtregierungsorganisationen
lehnt die Vermischung von militärischen Aktivitäten und humanitärer
Hilfe daher strikt ab. "Es kann Situationen geben, die eine
Zusammenarbeit erforderlich machen, in diesem Falle gilt das Prinzip
der Subsidiarität: Nur dann, wenn es keine zivile Alternative gibt
und lebensnotwendige Hilfe nur mit militärischer Unterstützung
erbracht werden kann, sollen militärische Ressourcen zum Einsatz
kommen", fasst Navara zusammen.

Rückfragehinweis:
AG Globale Verantwortung, Mag.a Katharina Katzer
Tel. 01/ 522 44 22-15, presse@globaleverantwortung.at

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