Ackerl: Kürzen bei der Forschung ist Sparen am falschen Platz!

Befremdet über drohendes Aus für Kreisky-Archiv zum 100. Geburtstag

Linz (OTS) - Nicht nur bei den Universitäten, auch im außeruniversitären Forschungsbereich setzt Wissenschaftsministerin Karl den Sparstift an. So sollen bis zu 50 Forschungsinstitute vor dem Aus stehen, weil ihnen im Sparbudget die Basisfinanzierung gestrichen wird. Für Ministerin Karl sind die radikalen Einsparungen bei der Forschung "längst fällige Strukturbereinigungen".
"Dass dabei u.a. ausgerechnet zum 100. Geburtstag des legendären Altkanzlers das Bruno-Kreisky-Archiv im historischen Vorwärts-Gebäude an der Wienzeile geschlossen werden soll, ist ein "Geburtstagsgeschenk" der besonderen Art, das sich Kreisky ganz sicher nicht verdient hat", spricht sich Oberösterreichs SPÖ-Landeschef Josef Ackerl gegen einen derartigen Kahlschlag aus.

"Die SPÖ Oberösterreich bleibt nicht nur bei einem klaren Nein zu Studiengebühren sondern tritt auch entschieden gegen alle Kürzungen bei der Bildung, bei den Universitäten und bei der Forschung ein!", bekräftigt Ackerl dazu. "Unser Land wird sich nur behaupten können, wenn es gute Schulen, mehr Möglichkeiten zum Studieren und ausreichend Mittel für die Forschung gibt! Sparen bei Bildung und Forschung ist ganz sicher Sparen am völlig falschen Platz!", appelliert Ackerl an die Verantwortlichen, dieses Kaputtsparen bei der Wissenschaft zu verhindern.

"Das sind wir als Sozialdemokraten gerade Bruno Kreisky schuldig. Kreisky hat Bildungsreformen eingeleitet, die möglichst vielen Menschen den freien Zugang zu höherer Bildung und damit mehr Zukunftschancen für alle bringen sollten. Wenn es jetzt wieder Kräfte gibt, die das Rad der Zeit zurückstellen wollen, müssen wir im Sinne Kreiskys alles tun, um das zu verhindern!", so Ackerl. "Es geht dabei um 28 Millionen Euro bis 2014. Das sind gerade einmal 2 Prozent der Mittel, die in einem ersten Schub in die Hypo Alpe Adria gesteckt werden. Was die Finanzierung angeht, müssen wir bei den Mehreinnahmen mutiger werden", drängt Ackerl einmal mehr auf eine Reichensteuer.

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