- 10.11.2010, 12:46:49
- /
- OTS0196 OTW0196
Ackerl: Kürzen bei der Forschung ist Sparen am falschen Platz!
Befremdet über drohendes Aus für Kreisky-Archiv zum 100. Geburtstag
Linz (OTS) - Nicht nur bei den Universitäten, auch im
außeruniversitären Forschungsbereich setzt Wissenschaftsministerin
Karl den Sparstift an. So sollen bis zu 50 Forschungsinstitute vor
dem Aus stehen, weil ihnen im Sparbudget die Basisfinanzierung
gestrichen wird. Für Ministerin Karl sind die radikalen Einsparungen
bei der Forschung "längst fällige Strukturbereinigungen".
"Dass dabei u.a. ausgerechnet zum 100. Geburtstag des legendären
Altkanzlers das Bruno-Kreisky-Archiv im historischen Vorwärts-Gebäude
an der Wienzeile geschlossen werden soll, ist ein
"Geburtstagsgeschenk" der besonderen Art, das sich Kreisky ganz
sicher nicht verdient hat", spricht sich Oberösterreichs
SPÖ-Landeschef Josef Ackerl gegen einen derartigen Kahlschlag aus.
"Die SPÖ Oberösterreich bleibt nicht nur bei einem klaren Nein zu
Studiengebühren sondern tritt auch entschieden gegen alle Kürzungen
bei der Bildung, bei den Universitäten und bei der Forschung ein!",
bekräftigt Ackerl dazu. "Unser Land wird sich nur behaupten können,
wenn es gute Schulen, mehr Möglichkeiten zum Studieren und
ausreichend Mittel für die Forschung gibt! Sparen bei Bildung und
Forschung ist ganz sicher Sparen am völlig falschen Platz!",
appelliert Ackerl an die Verantwortlichen, dieses Kaputtsparen bei
der Wissenschaft zu verhindern.
"Das sind wir als Sozialdemokraten gerade Bruno Kreisky schuldig.
Kreisky hat Bildungsreformen eingeleitet, die möglichst vielen
Menschen den freien Zugang zu höherer Bildung und damit mehr
Zukunftschancen für alle bringen sollten. Wenn es jetzt wieder Kräfte
gibt, die das Rad der Zeit zurückstellen wollen, müssen wir im Sinne
Kreiskys alles tun, um das zu verhindern!", so Ackerl. "Es geht dabei
um 28 Millionen Euro bis 2014. Das sind gerade einmal 2 Prozent der
Mittel, die in einem ersten Schub in die Hypo Alpe Adria gesteckt
werden. Was die Finanzierung angeht, müssen wir bei den Mehreinnahmen
mutiger werden", drängt Ackerl einmal mehr auf eine Reichensteuer.
Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich, Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DS4






