- 10.11.2010, 11:43:46
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"Waldviertel hat ordentlichen Sprung nach vorne gemacht"
LH Pröll zum Waldvierteltag der VP NÖ
St. Pölten (OTS/NLK) - "Das Waldviertel hat in den vergangenen
zweieinhalb Jahren einen ordentlichen Sprung nach vorne gemacht",
resümierte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am heutigen Waldvierteltag
der Volkspartei Niederösterreich. Im Zuge einer Pressekonferenz in
Horn zog er anlässlich der Mitte der Gesetzgebungsperiode auch
"Halbzeitbilanz" und gab einen Ausblick auf bevorstehende Projekte.
Als die drei Schwerpunkte der Arbeit seit den Wahlen im Jahr 2008
nannte er den Kampf gegen die Konjunkturflaute, den Ausbau der
Standortqualität und den Ausbau der Lebensqualität.
Niederösterreich habe "früher als andere" auf die Konjunkturflaute
reagiert und habe diese daher auch "schneller als andere" überwunden,
verwies der Landeshauptmann etwa auf ein prognostiziertes
Wirtschaftswachstum von 2 Prozent. Seit sieben Monaten verzeichne man
in Niederösterreich wieder sinkende Arbeitslosenzahlen, im Bezirk
Horn zuletzt etwa ein Minus von 13,6 Prozent, im Bezirk Waidhofen an
der Thaya ein Minus von 16,2 Prozent. Im Waldviertel seien seit 2008
665 Arbeitsplätze durch die Regionalförderung gesichert worden,
16.600 Anträge im Rahmen der NÖ Wohnbauförderung hätten ein
Investitionsvolumen von rund 800 Millionen Euro ausgelöst,
bilanzierte Pröll. Die durch die Landesausstellung 2009 ausgelöste
Wertschöpfung für das Waldviertel bezifferte er mit rund 44 Millionen
Euro.
Im Blick auf die Standortertüchtigung nannte Pröll vor allem die
zwei Achsen Maissau-Horn-Vitis-Schrems-Gmünd (Ziel des Ausbaus:
Strecke Gmünd-Wien in eineinhalb Stunden) sowie
Krems-Zwettl-Vitis-Waidhofen an der Thaya (Ziel des Ausbaus: Strecke
Gmünd-Krems in einer Stunde). In die Umfahrung Maissau, die derzeit
gerade umgesetzt wird, werden 81 Millionen Euro investiert, in die
Umfahrung Zwettl rund 75 Millionen Euro. Die Franz-Josefs-Bahn sei
"das Rückgrat im Öffentlichen Verkehr im Waldviertel", stellte der
Landeshauptmann fest. Zur Diskussion um die Thayatalbahn meinte er,
die Ertüchtigung der Bahn würde eine Einmal-Investition von 30
Millionen Euro sowie jährliche Betriebskosten von vier Millionen Euro
erfordern. Für 150 Fahrgäste täglich sei dies "gegenüber dem
Steuerzahler unverantwortlich, denn das wären pro Fahrgast und Jahr
rund 57.200 Euro." Darum wolle man nun den Vorschlag der Region
umsetzen, statt der Nebenbahn ein touristisches Projekt, nämlich ein
Radwegekonzept an der gesamten Bahntrasse, zu realisieren. Bereits ab
dem Frühjahr des kommenden Jahres sollen dafür rund 4,5 Millionen
Euro zur Verfügung gestellt werden.
Im Bereich der Bildung habe das Land Niederösterreich etwa bei den
Bildungsregionen oder durch die NÖ Modellschule eine Vorreiterrolle,
betonte Pröll weiters. Im Waldviertel seien seit 2008 rund 63
Millionen Euro in die Modernisierung und den Neubau von Schulen
geflossen. Zur aktuellen Debatte meinte Pröll: "Was gelehrt werden
soll, soll Bundes-Kompetenz bleiben. Aber wo gelehrt wird, soll die
Entscheidung der Bundesländer sein."
Einen großen Ausbau der Lebensqualität habe die Öffnung der
Kindergärten für 2,5-Jährige gebracht, informierte der
Landeshauptmann: "Allein im Waldviertel wurden 40 Millionen Euro
investiert und damit 1.400 neue Kinderbetreuungsplätze geschaffen."
Im Gesundheitswesen werde in den 27 NÖ Landeskliniken ein
Ausbauprogramm in der Größenordnung von zwei Milliarden Euro
umgesetzt, berichtete Pröll weiters: "Wir legen größten Wert darauf,
dass die Gesundheitsversorgung in allen Regionen Niederösterreichs
gleichwertig ist."
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk
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