• 05.11.2010, 13:15:53
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777 an 1 Tag: Hirn brennt gegen Kahlschlag in der Wissenschaft

Plattform WISSEN/SCHAFFT/ÖSTERREICH formiert sich gegen die budgetäre Eliminierung auf http://wissenschaft.research.at

Wien/Graz/Linz/Salzburg/Klagenfurt/Innsbruck (OTS) - Mehr als 777
intellektuelle engagierte ÖsterreicherInnen haben schon am ersten Tag
die Plattform WISSEN/SCHAFFT/ÖSTERREICH mit Ihrer Unterschrift
unterstützt. Die Erklärer kommen aus allen Sektoren des
wissenschaftlich-intellektuellen Lebens Österreichs, von
Universitäten und NGOs, Großkonzernen und Kammern, Künstler und
Portiere, Lehrer und Bauern.

"Der Loipersdorfer Budgetentwurf entzündet mehr als gedacht.
Österreichs Hirn wird verbrannt und die Unterzeichnenden wehren sich
gegen die Auslöschung von geistigem Kapital und einer intellektuellen
Infrastruktur, die über mehrere Jahrzehnte aufgebaut wurde", sagt
Peter A. Bruck, Initiator von WISSEN/SCHAFFT/ÖSTERREICH und
wissenschaftlicher Gesamtleiter der Research Studios Austria
Forschungsgesellschaft.

"Die Axt fällt"

Der auf der Loipersdorfer Regierungsklausur beschlossenen
Budgetentwurf wird schon umgesetzt. Die Finanzierungen, Förderungen
und Projektunterstützungen für die jene außeruniversitären
Forschungseinrichtungen, die durch eine Grundfinanzierung des BMWF
ihren gewichtigen Beitrag zum Wissenschaftsstandort Österreich und
zur Wissensgesellschaft in diesem Lande leisten, werden komplett und
ohne Ausnahme ab sofort gestrichen.

Das komplette AUS für die gesamte wissenschaftliche
Projektfinanzierung, Basisförderungen und Einzelunterstützungen ist
budgetär vorgegeben. Die Loipersdorfer Vereinbarung verlangt ein
ausnahmsloses Vorgehen.

"Qualität durch Vielfalt"

Der Budgetentwurf eliminiert die Finanzierung der freien
Wissenschaft und Forschung in Österreich und damit die Vielfalt an
wissenschaftlichen Projekten und Initiativen. Diese wird gerade auch
durch die Institute und Einrichtungen der extra-universitären
Wissenschaft, die nicht im Eigentum von Bund oder Ländern stehen,
hergestellt. Ihnen wird nun die Existenzgrundlage entzogen.

Dadurch kommt es gerade sozial- und geisteswissenschaftlichen
Disziplinen zu einer Zentralisierung und Auslöschung von Vielfalt,
die auch zur Monopolisierung von Themenbereichen führt. Damit sinkt
auch die Qualität der verbleibenden universitären Forschung, da die
gegenseitige Überprüfung von Forschungsergebnissen durch unabhängige
Institute und kritische Diskussionen der angewandten Methoden nicht
mehr stattfinden kann.

Teil-Finanzierung des Bundes sichert EU-Mittel

Dabei vervielfachen die Institute der extra-universitären
Wissenschaft die Bundesmittel signifikant. Einzelne Organisationen
holen zwischen 30 bis 60 % ihrer Finanzierung aus dem Ausland bzw.
aus EU Forschungsmitteln. Diese hervorragende Bilanz Österreichs ist
unberücksichtigt.

Unter http://wissenschaft.research.at schließen sich namhafte
WissenschafterInnen und ForscherInnen auf der Plattform zusammen und
wehren sich mit Ihrer Unterschrift gegen den budgetären Kahlschlag
eines ganzen Wissenschaftssektors.

Rückfragehinweis:
Mag. Birgit Baumgartner, Marketing & Forschungskommunikation
Research Studios Austria FG, Leopoldskronstrasse 30, A-5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 834602 - 600, M: +43 (0)664 8251185
mailto:birgit.baumgartner@researchstudio.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | RSA

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