777 an 1 Tag: Hirn brennt gegen Kahlschlag in der Wissenschaft

Plattform WISSEN/SCHAFFT/ÖSTERREICH formiert sich gegen die budgetäre Eliminierung auf http://wissenschaft.research.at

Wien/Graz/Linz/Salzburg/Klagenfurt/Innsbruck (OTS) - Mehr als 777 intellektuelle engagierte ÖsterreicherInnen haben schon am ersten Tag die Plattform WISSEN/SCHAFFT/ÖSTERREICH mit Ihrer Unterschrift unterstützt. Die Erklärer kommen aus allen Sektoren des wissenschaftlich-intellektuellen Lebens Österreichs, von Universitäten und NGOs, Großkonzernen und Kammern, Künstler und Portiere, Lehrer und Bauern.

"Der Loipersdorfer Budgetentwurf entzündet mehr als gedacht. Österreichs Hirn wird verbrannt und die Unterzeichnenden wehren sich gegen die Auslöschung von geistigem Kapital und einer intellektuellen Infrastruktur, die über mehrere Jahrzehnte aufgebaut wurde", sagt Peter A. Bruck, Initiator von WISSEN/SCHAFFT/ÖSTERREICH und wissenschaftlicher Gesamtleiter der Research Studios Austria Forschungsgesellschaft.

"Die Axt fällt"

Der auf der Loipersdorfer Regierungsklausur beschlossenen Budgetentwurf wird schon umgesetzt. Die Finanzierungen, Förderungen und Projektunterstützungen für die jene außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die durch eine Grundfinanzierung des BMWF ihren gewichtigen Beitrag zum Wissenschaftsstandort Österreich und zur Wissensgesellschaft in diesem Lande leisten, werden komplett und ohne Ausnahme ab sofort gestrichen.

Das komplette AUS für die gesamte wissenschaftliche Projektfinanzierung, Basisförderungen und Einzelunterstützungen ist budgetär vorgegeben. Die Loipersdorfer Vereinbarung verlangt ein ausnahmsloses Vorgehen.

"Qualität durch Vielfalt"

Der Budgetentwurf eliminiert die Finanzierung der freien Wissenschaft und Forschung in Österreich und damit die Vielfalt an wissenschaftlichen Projekten und Initiativen. Diese wird gerade auch durch die Institute und Einrichtungen der extra-universitären Wissenschaft, die nicht im Eigentum von Bund oder Ländern stehen, hergestellt. Ihnen wird nun die Existenzgrundlage entzogen.

Dadurch kommt es gerade sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen zu einer Zentralisierung und Auslöschung von Vielfalt, die auch zur Monopolisierung von Themenbereichen führt. Damit sinkt auch die Qualität der verbleibenden universitären Forschung, da die gegenseitige Überprüfung von Forschungsergebnissen durch unabhängige Institute und kritische Diskussionen der angewandten Methoden nicht mehr stattfinden kann.

Teil-Finanzierung des Bundes sichert EU-Mittel

Dabei vervielfachen die Institute der extra-universitären Wissenschaft die Bundesmittel signifikant. Einzelne Organisationen holen zwischen 30 bis 60 % ihrer Finanzierung aus dem Ausland bzw. aus EU Forschungsmitteln. Diese hervorragende Bilanz Österreichs ist unberücksichtigt.

Unter http://wissenschaft.research.at schließen sich namhafte WissenschafterInnen und ForscherInnen auf der Plattform zusammen und wehren sich mit Ihrer Unterschrift gegen den budgetären Kahlschlag eines ganzen Wissenschaftssektors.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Birgit Baumgartner, Marketing & Forschungskommunikation
Research Studios Austria FG, Leopoldskronstrasse 30, A-5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 834602 - 600, M: +43 (0)664 8251185
birgit.baumgartner@researchstudio.at

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