TW1 Themenschwerpunkt John F. Kennedy am 8. November 2010 - vor genau 50 Jahren gewann JFK die Wahl zum Präsidenten der USA.

TW1 erinnert sich am 8. November an das turbulente Leben und die bis heute umstrittene Ermordung des charismatischen US-Präsidenten.

Wien (OTS) - Mit seinem Wahlsieg vor genau 50 Jahren erfüllte
John F. Kennedy die Hoffnung seines Vaters auf eine politische Karriere. Der am 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts, geborene John Fitzgerald Kennedy war als 35. Präsident der Vereinigten Staaten Jüngster in diesem Amt - er konnte sein politisches Engagement allerdings nur 1035 Tage unter Beweis stellen.

Als Sohn reicher Eltern genoss Kennedy eine privilegierte Jugend, wurde in diversen Privatschulen Amerikas unterrichtet und studierte Politik an der Harvard University. Als er im Jahr 1940 seine, eigentlich nur für Studienzwecke gedachte, Ausarbeitung über Englands Appeasement-Politik auch als Buch unter dem Titel "Why England Slept" mit tatkräftiger Hilfe seines Vaters veröffentlichte, wurde man erstmals auf den jungen Amerikaner aufmerksam.

Da sein Bruder Joseph den Krieg nicht überlebte, sondern im Jahr 1944 bei einem Flugeinsatz in Europa ums Leben kam, richteten sich die Hoffnungen des Vaters auf eine politische Karriere, welche ihm selbst versagt geblieben war, folglich auf John F. Kennedy. Mit der Intention, Präsident zu werden, galt es nun als seine Aufgabe, sich politisch zu engagieren.

Mit beträchtlicher finanzieller Unterstützung seines Vaters, wurde Kennedy 1946 in das US-Repräsentantenhaus gewählt und im November 1952 zum US-Senator für Massachusetts - damit war die erste Hürde zur Präsidentschaft überwunden. Am 12. September 1953 folgte die Hochzeit mit Jacqueline Bouvier - einer Reporterin, die so wie Kennedy selbst einer der "ersten" Familien des Landes entstammte.
Seine Kandidatur für das Amt des Vizepräsidenten im Jahr 1956 war Kennedys erster Versuch, in das Weiße Haus einzuziehen - dieser scheiterte allerdings. Nachdem er 1958 mit einem Rekordvorsprung als Senator wiedergewählt wurde, gewann John F. Kennedy am 8. November 1960 gegen seinen republikanischen Kontrahenten Richard Nixon die Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. In seinen 1036 Tagen Amtszeit erfolgten neben der Ankündigung der Mondlandung noch vor 1970 sowie dem Bau der Berliner Mauer zahlreiche außenpolitische Ereignisse.

Auch innenpolitisch bemühte sich Kennedy um Reformen. Im Jahr 1962 sandte er Militäreinheiten an die University of Mississippi und ermöglichte somit dem schwarzen Student James Meredith die Immatrikulation. Ein Jahr später gab der US-Bundesstaat als letzter die Rassentrennung im Bildungssystem auf und erlaubte die Integration. Außerdem kam es während Kennedys Amtszeit als Präsident zu einer Verbesserung der Wohnverhältnisse sowie einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes.

Während einer Fahrt im offenen Wagen durch die Innenstadt Dallas im Zuge einer Wahlkampfreise wurde John F. Kennedy am 22. November 1963 mit mehreren Gewehrschüssen ermordet. Bereits eineinhalb Stunden nach dem Attentat wurde der mutmaßliche Verdächtige Lee Harvey Oswald verhaftet und zwei Tage später - noch bevor es zu einer Anklage oder einem Gerichtsprozess kommen konnte - vom Nachtclubbesitzer Jack Ruby erschossen. Die Trauerfeier Kennedys wurde zu einem weltweiten Medienereignis.

Weit über die Lebenszeit von John F. Kennedy hinaus, prägte er gemeinsam mit seiner Frau Jackie die 60er-Jahre. Der Film "Die Frau des Präsidenten - Die Ehe von Jack und Jackie Kennedy" schildert den Präsidenten aus der Sicht seiner Frau - in welcher Weise sie ihre Ehe, die Macht sowie die Abgründe des Weißen Hauses erlebt hat.

Das Bild eines glanzvoll strahlenden Helden, welches der Öffentlichkeit auch nach Kennedys Ermordung im Gedächtnis geblieben ist, steht im Kontrast zum Verhalten des Präsidenten als berühmt-berüchtigter Frauenheld. Einige seiner außerehelichen Beziehungen stellten sogar eine Gefahr für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten dar und hätten ihn beinahe sein Amt gekostet. Dass auch der Tod von Marilyn Monroe in Zusammenhang mit ihrer Affäre zu John F. Kennedy gebracht wird, beleuchtet die Dokumentation "Kennedy und die Frauen".

Fotos und Fernsehfilme von der Ermordung des charismatischen amerikanischen Präsidenten gehören zu den Bild-Ikonen des Welt-Gedächtnisses. TW1 zeigt mit dem BBC-Film "Tod in Dallas" bislang verschollene Bilder von der bis heute stark umstrittenen Ermordung Kennedys - im Fokus der Dokumentation steht die überragende Rolle der amerikanischen Medien sowie der Journalisten bei der Gestaltung dieses Mythos.

Sendezeiten:

"Die Frau des Präsidenten - Die Ehe von Jack und Jackie Kennedy": So, 7.11.2010 um 22:45-23:30 Uhr und Di, 9.11.2010 um 00:30- 01:15 Uhr

"Kennedy und die Frauen": Mo, 8.11.2010 um 22:45-23:35 Uhr

"Tod in Dallas - Verschollene Bilder von der Ermordung John F. Kennedys": Mo, 8.11.2010 um 23:35-00:00 Uhr

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