Tapetenwechsel gefragt: Auslandserfahrung für Lehrlinge

Wien (OTS) - Ein Auslandspraktikum ist eine einmalige Chance für die persönliche Entwicklung und erhöht die Qualifikation für den Arbeitsmarkt. Auslandserfahrung in der Lehre ist nach wie vor selten. Die Nationalagentur Lebenslanges Lernen lud Ende Oktober zum Austausch "Mobilität qualifiziert: Auslandserfahrung in der Lehre". Die Konferenz im Gewerbehaus der Wirtschaftskammer Wien soll eine stärkere Beteiligung von Lehrlingen am Programm für lebenslanges Lernen initiieren. Die nächste Antragsfrist ist der 4. Februar 2011.

Die persönliche Weitergabe von guten Erfahrungen im eigenen Umfeld zeigt die beste Wirkung, darüber herrschte Einigkeit zwischen Vertreter/innen von Unternehmen, Berufsschulen, Sozialpartnern, Ministerien, Ausbildnerinnen und Ausbildnern sowie Lehrlingen. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen sollen ermutigt werden, Auslandsaufenthalte als Leistungsanreiz oder spezielle Form der Förderung einzusetzen.

Die Praxisberichte, die am 27. Oktober 2010 während der Veranstaltung zum Thema Lehrlingsmobilität vorgestellt wurden, vermittelten interessante Perspektiven. Aus diesen sollen konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, kündigte Ernst Gesslbauer, Leiter der Nationalagentur Lebenslanges Lernen, an. Gesslbauer stellt die Verbindung zu den Zielen der europäischen Bildungspolitik her:
"Jugendliche sollen vermehrt Erfahrungen im Ausland sammeln, das verbessert den Einstieg in den Arbeitsmarkt." 2010 werden rund 250 Lehrlinge ein Auslandspraktikum absolvieren, Bewerbungen für nächstes Jahr sind bis 4. Februar 2011 möglich. Eine Steigerung der Antragszahlen ist aufgrund der finanziellen Mittel möglich.

Leonardo da Vinci: Berufsbildendes Praktikum im Ausland

Das EU-Bildungsprogramm Leonardo da Vinci ermöglicht Lehrlingen, die berufliche Praxis in anderen Ländern kennenzulernen. Interessierte Personen wenden sich an die Nationalagentur Lebenslanges Lernen (www.lebenslanges-lernen.at) oder an den IFA-Verein (www.ifa.or.at) für Information über Rahmenbedingungen und Förderungen.

Europass: Anerkennung des Gelernten

Anerkennung auf allen Ebenen ist eine entscheidende Motivation für Weiterbildung im Ausland. Die Anerkennung der Lernergebnisse unterstützt der Europass Mobilitätsnachweis. Er dokumentiert umfassend Lern- und Arbeitserfahrungen, die im Zuge von Praktika im Ausland gewonnen wurden und ist Teil des Portfolio von Europass, einem europaweit anerkannten Bewerbungsinstrument.

Details zur Veranstaltung, Dokumentation & Fotos
http://www.lebenslanges-lernen.at/auslandserfahrunginderlehre

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