Verein fairer Kapitalmarkt (FAIR) zur Steuerreform: Besitzer von Tilgungsträgern werden verfassungswidrig zur Kasse gebeten

Wien (OTS) - Die geplante Steuerreform bringt Kreditnehmer, die endfällige Kredite mit einem Tilgungsträger ansparen, in die Bredouille. Gewinne von Tilgungsträgern sollen zusätzlich versteuert werden. Damit können in vielen Fällen Kredite nicht zur Gänze getilgt werden. Statt an die Bank würde ein Teil der Rückzahlung an die Finanz fließen. Ein klarer Eingriff in bestehende Verträge. FAIR bezweifelt die Verfassungskonformität der Steuerpläne in der vorliegenden Form.

Der Verein fairer Kapitalmarkt (FAIR) wird durch die Steuerreform Geschädigte unterstützen, zu ihrem Recht zu kommen. "Es kann nicht sein, dass der Staat in bestehende Finanzierungen eingreift. Durch die nachträgliche Besteuerung von Tilgungsträgern werden gängige Finanzierungsmodelle von Häuslbauern zu Fall gebracht", analysiert FAIR-Vorstand Mag. Pierre TEICHBERG.

"Gängige und völlig legale Ansparmodelle zur Tilgung von Krediten würden nachträglich zu Spekulationsobjekten erklärt. Kreditnehmer endfälliger Kredite werden zur Sanierung des Staatshaushalts in die Schuldenfalle getrieben. Das verstößt gegen jeden Vertrauensgrundsatz", meint Vorstand Mag. Gerald SCHULZE.

FAIR fordert Ausnahmebestimmung für bestehende Finanzierungen

FAIR appelliert an den Gesetzgeber, einen Ausnahmetatbestand für bestehende Fremdwährungskredite mit Tilgungsträgern zu schaffen und kündigt gleichzeitig an, gegebenenfalls Verfassungsgerichtshofbeschwerden zu organisieren. Aufgrund der großen Nachfrage hat FAIR ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, um potenziell Geschädigte zu unterstützen.

Rückfragen & Kontakt:

Verein Fairer Kapitalmarkt
www.fairerkapitalmarkt.at
Mag. Gerald Schulze, +43 664 73272222

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0010