Budgetentwurf macht Kahlschlag in der Wissenschaft

Plattform WISSEN/SCHAFFT/ÖSTERREICH formiert sich gegen die budgetäre Eliminierung auf http://wissenschaft.research.at

Wien/Graz/Linz/Salzburg (OTS) - Die Plattform WISSEN/SCHAFFT/ÖSTERREICH kritisiert massiv den in der Loipersdorfer Regierungsklausur beschlossenen Budgetentwurf. Die Initiative vertritt die Interessen jener außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die durch eine Grundfinanzierung des BMWF ihren gewichtigen Beitrag zum Wissenschaftsstandort Österreich und zur Wissensgesellschaft in diesem Lande leisten.

Unter http://wissenschaft.research.at schließen sich namhafte Wissenschafter und Forscher auf der Plattform zusammen und wehren sich mit Ihrer Unterschrift gegen den budgetären Kahlschlag eines ganzen Wissenschaftssektors.

"Auslöschung von geistigem Kapital Österreichs"

"Mit dem Loipersdorfer Budgetentwurf geht es nicht um einen anteiligen Beitrag zum Sparen, sondern um eine Auslöschung von geistigem Kapital Österreichs und einer intellektuellen Infrastruktur, die über mehrere Jahrzehnte aufgebaut wurde", sagt Peter A. Bruck, Initiator von WISSEN/SCHAFFT/ÖSTERREICH und wissenschaftlicher Gesamtleiter der Research Studios Austria Forschungsgesellschaft.

Der Budgetentwurf eliminiert die Finanzierung der freien Wissenschaft und Forschung in Österreich. Die Institute und Einrichtungen der extra-universitären Wissenschaft, die nicht im Eigentum von Bund oder Ländern stehen, werden ab 2011/12 budgetär großteils auf Null gesetzt. Ihnen wird damit die Existenzgrundlage entzogen.

Leistung für das Land ist systemrelevant

Die Unterzeichner sind überzeugt, dass die Zukunft Österreichs auch davon abhängt, wie es gelingt, Wissen in Wert zu setzen. Die Institute und Einrichtungen der extra-universitären Wissenschaft leisten dies in entscheidenden Bereichen. Sie ermöglichen den Wissenstransfer von den Universitäten in die Wirtschaft und leisten internationalen Exzellenzaufbau. Diese Institutionen bilden den wissenschaftlichen Nachwuchs aus, forschen zielorientiert und sind unbürokratisch. Sie sind ein unersetzbarer Bestandteil des wissenschaftlichen Gesamtsystems Österreichs.

Kritische Teil-Finanzierung aus öffentlicher Hand

Dabei erwirtschaften die Institute der extra-universitären Wissenschaft zwischen 30 und 80 % ihrer Finanzierung aus Aufträgen und auf dem wettbewerblichen Forschungsmarkt. Sie sind erfolgreich im Inland und entscheidend für die hervorragende Bilanz Österreichs in der Einwerbung von EU Forschungsmitteln in den Rahmenprogrammen wie auch in Spezialprogrammen. Sie erhalten eine Grundlagenfinanzierung bzw. substantielle Projektfinanzierung durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung.

Zu den Proponenten der Plattform WISSEN/SCHAFFT/ÖSTERREICH zählen:
Prof. Dr. Peter A. Bruck (Gesamtleiter, Research Studios Austria Forschungsgesellschaft), Vizekanzler a.D. Dr. Erhard Busek (Institut für den Donauraum und Mitteleuropa), Ao. Univ.-Prof. Dr. Otmar Höll (Österreichisches Institut für Internationale Politik), Univ. Prof. Dr. Josef Hochgerner (Zentrum für soziale Innovation), Univ. Doz. Dr. Jörg Flecker (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt - FORBA)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Birgit Baumgartner, Marketing & Forschungskommunikation
Research Studios Austria FG |
Leopoldskronstraße 30 | A-5020 Salzburg |
T: +43 (0)662 834602 - 600 | M: +43 (0)664 8251185 | birgit.baumgartner@researchstudio.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | RSA0001