- 04.11.2010, 10:06:59
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UmweltschützerInnen fordern von Verkehrsministerin Bures: Keinen Cent mehr für den Autobahnbau!
Klimaziele verfehlt, Milliardenlöcher im Budget: Autobahnprojekte wie die Lobau-Autobahn müssen jetzt gestoppt werden
Wien (OTS) - Heute, 4. November 2010, um 10 Uhr protestieren
UmweltschützerInnen von sieben Organisationen vor dem
Verkehrsministerium und fordern Ministerin Doris Bures auf, sich für
nachhaltige Mobilität einzusetzen und den Autobahnbau zu stoppen.
"Österreich ist in der EU am weitesten von seinen Klimazielen
entfernt, ein Hauptgrund dafür sind stark steigende Emissionen des
Verkehrs. Das muss Konsequenzen haben: Ministerin Bures, ziehen Sie
beim Autobahnbau die Notbremse, allem voran bei der Lobau-Autobahn
durch den Nationalpark!" fordert Johannes Wahlmüller, Klimasprecher
von GLOBAL 2000. In die gleiche Kerbe schlägt Jurrien Westerhof von
Greenpeace: "U-Bahn- und Bahnausbau statt Straßenbau entlasten Umwelt
und Budget und sind schneller umzusetzen. Setzen wir nicht gleich auf
Alternativen zum Straßenverkehr, dann wachen wir morgen in der
Verkehrshölle auf und erreichen unsere Klimaziele nie."
Die Lobau-Autobahn im Brennpunkt der Kritik
Im Kreuzfeuer der Kritik steht die Lobau-Autobahn: "Wir wollen keine
Autobahn mitten durch den Nationalpark Donau-Auen, die zwei
Milliarden Euro verschlingt und den Transitverkehr von Danzig bis zur
Adria nach Wien zieht", so Jutta Matysek, Sprecherin der
Bürgerinitiative "Rettet die Lobau - Natur statt Beton". Unisono
Wolfgang Rehm von der Umweltschutzorganisation VIRUS: "Die
Lobau-Autobahn führt die Hitliste der unrentablen Verkehrsprojekte
mit Abstand an: Verkehrsministerin Bures muss diesen Irrsinn stoppen
und sich stattdessen für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs
einsetzen - so schonen wir die Umwelt und sparen Geld."
UmweltschützerInnen fordern: Nachhaltige Verkehrswende JETZT!
Ein großes Problem ist der fehlende Plan auf Bundesebene, wie der Weg
zu einer nachhaltigen Mobilität in Österreich aussehen könnte. Die
Umweltschutzorganisationen fordern daher: erstens die Ausarbeitung
eines wissenschaftlich fundierten bundesweiten Verkehrskonzeptes
durch das Verkehrsministerium, das mit den Klimazielen abgestimmt
ist, zweitens die Überprüfung aller Straßenbauvorhaben auf
Klimaverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit durch den Rechnungshof,
drittens die verpflichtende Ausarbeitung von umweltfreundlichen
Alternativen zu Straßenbauprojekten als Entscheidungsgrundlage für
eine reformierte UVP.
"Erst wenn es ein Gesamtkonzept für den Verkehr gibt, das mit den
Klimazielen kompatibel ist, kann entschieden werden, welche
Verkehrsprojekte vorrangig zu behandeln sind - bis dahin muss es
einen Stopp von Autobahnprojekten geben," so die UmweltschützerInnen
abschließend.
Ab ca. 11 Uhr: Direktlink zu den Fotos von der Aktion:
http://www.flickr.com/photos/global2000
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000: Johannes Wahlmüller, [email protected], Tel: 069914200041 Greenpeace: Jurrien Westerhof, [email protected], Tel: 0664/6126701 VIRUS: Wolfgang Rehm, [email protected] Tel: 069912419913, Rettet die Lobau - Natur statt Beton Jutta Matysek, [email protected] Tel: 0676/953 9779 Bürgerinitiative Marchfeld-Großenzersdorf, Hannes Vogler: [email protected] Tel.02249 4933 BUH Bürgerinitiative Umfahrung Deutsch-Wagram und Helmahof, Wolfgang Bloms: 02247/4656 [email protected] Bürgerinitiative Marchfeld, Michael Holzbauer, michael@[email protected], Tel: 0664/8109181
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