• 04.11.2010, 09:20:39
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Allianz Studie: Österreich bei Pensionsreformdruck im europäischen Mittelfeld

Wien (OTS) - Europaweit geraten Pensionssysteme aufgrund der
demografischen und institutionellen Entwicklungen immer mehr unter
Reformdruck, wie die aktuellen Ergebnisse des Allianz Pensionsindex
zeigen. Künftig sei auch in Österreich, das europaweit auf Platz 18
liegt, eine stärkere Diversifizierung der Risiken und Ertragsquellen
der Altersvorsorgesysteme notwendig, sind die Allianz Experten
überzeugt.

"Österreich hat in Sachen nachhaltiger Pensionssicherung einiges
aufzuholen, weitere Reformen sind dringend notwendig", kommentiert
Manfred Baumgartl, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe in
Österreich, die Ergebnisse des aktuellen Allianz Pensionsindex.
Dieser analysiert den gegenwärtigen Stand und die zukünftige
Entwicklung der Altersvorsorgesysteme unterschiedlicher Staaten. Auf
der Basis von Variablen wie demografischen Trends, der Situation der
Staatsfinanzen sowie der Ausgestaltung des Rentensystems wird die
Notwendigkeit weiterer Rentenreformen in einer Kennzahl
zusammengefasst: Bei einer Gesamtbewertung von 1 besteht kein Bedarf
- ein Score von 10 deutet auf hohen Reformdruck hin.

Schweden auf Platz 1, Griechenland Schlusslicht

Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass jene Länder gut positioniert
sind, deren Altersvorsorgesysteme eine kapitalgedeckte Komponente
beinhalten und welche ihre Reformen frühzeitig begonnen haben: Im
Europavergleich weist Schweden mit einem Wert von 2,65 das derzeit
nachhaltigste Pensionssystem mit dem geringsten Reformdruck auf. Auf
Platz 2 liegt, mit einigem Abstand, Dänemark (3,19), gefolgt von
Lettland (3,33). Auf dem 27. und damit letzten Platz befindet sich
Griechenland (6,63), Österreich (4,56) liegt lediglich auf Platz 18
und damit am Ende des mittleren Drittels.

Der Pensionsindex veranschaulicht darüber hinaus jene
Problemfaktoren, die den Reformdruck für Altersvorsorgesysteme
erhöhen. Die Alterung der Bevölkerung ist hierbei der zentrale
Einflussfaktor: Das Verhältnis älterer Menschen zu jüngeren
verschlechtere sich europaweit in zunehmendem Maße, was auf
Umlageverfahren basierende Systeme in der Zukunft vor erhebliche
Probleme stellen wird. Wirft man einen Blick auf die Subindikatoren,
rückt vor allem der Altersabhängigkeitsquotient ins Blickfeld. Dieser
bezeichnet das Verhältnis der wirtschaftlich abhängigen Altersgruppen
über 65 Jahren zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (15-64). In
Österreich liegt dieser Wert bei aktuell 26 Prozent - bis 2050 wird
er sich auf 48 Prozent beinahe verdoppeln. "Einerseits ist es
erfreulich, dass die Lebenserwartung steigt und wir im Schnitt um
drei Monate pro Jahr älter werden. Andererseits muss klar sein, dass
Österreich den eingeschlagenen Reformweg beim Pensionssystem
prolongieren, wenn nicht sogar deutlich beschleunigen muss", so
Baumgartl.

Österreich mit Nachholbedarf

Dazu zähle ein klares Bekenntnis zur Kombination einer gesetzlich
verankerten staatlichen mit einer starken kapitalgedeckten
Altersvorsorge. Denn nur so könne ein nachhaltiges und ausgewogenes
Pensionssystem erreicht werden. "In Österreich gibt es starken
Nachholbedarf: Die aktuelle Relation zwischen staatlicher und
privater Vorsorge liegt bei 90 zu 10", so Baumgartl. Aus diesen
vielschichtigen Entwicklungen entstehe für Herrn und Frau
Österreicher schon frühzeitig die Herausforderung, sich auf neue
Bedarfslagen einzustellen. Im Jahr 2030 wird jede dritte Österreicher
älter als 60 Jahre alt sein, Pflege-, Pensions- und Altersvorsorge
gewinnen an Bedeutung. "Wir stehen als Finanzdienstleister in der
Verantwortung, diese Kundenanforderungen schnell zu identifizieren
sowie ganzheitliche Beratungskonzepte und Betreuung anzubieten", so
Baumgartl abschließend.

Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news/

- Foto: Manfred Baumgartl ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Pension Sustainability Index als PDF
- Platzierungen der EU-Staaten im Vergleich als PDF
- Pressemeldung als PDF

Rückfragehinweis:

Dr. Marita Roloff
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 80690, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.allianz.at

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