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Sparstift kommt vor dem Patientenwohl (von Markus Kaufmann)
Ausgabe 3. Nov. 2010
Klagenfurt (OTS) - Stellen Sie sich vor, Sie benötigen
intensiv-medizinische Behandlung und werden ins Krankenhaus
eingeliefert. Dort werden Sie dann von Ärzten und Pflegern betreut,
die laut Betriebsrat am Rande des Burn-outs stehen und seit Jahren
Überstunden en masse aufbauen. Das klingt erschreckend, ist im neuen
Klagenfurter Klinikum aber Realität. 159 Mitarbeiter haben dort die
abenteuerliche Zahl von 73.948 Überstunden angesammelt. Demnach war
der Aufschrei der Personalvertreter mehr als berechtigt und scheint
nun auch etwas zu bewegen. Jetzt sollen zumindest 14 zusätzliche
Pflegekräfte eingestellt werden, um die Situation zu entspannen. Der
große Wurf ist diese Lösung aber dennoch nicht, höchstens ein Tropfen
auf den heißen Stein. Die zusätzlichen Mitarbeiter können zwar den
Aufbau neuer Stunden verhindern, an einen Abbau ist aber nicht zu
denken. Nicht umsonst hat der Betriebrat 24 zusätzliche Mitarbeiter
gefordert, was aber wie immer am Geld gescheitert ist.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]
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