• 29.10.2010, 13:53:12
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Choleraausbruch in Haiti - "Nachbar in Not"-Organisationen helfen

Wien (OTS) - Nach dem schweren Erdbeben in Haiti im Jänner dieses
Jahres ist nun auch eine Choleraepidemie auf dem Inselstaat
ausgebrochen. Laut Gesundheitsministerium wurden bisher mehr als
4.000 Cholerafälle registriert, über 300 Menschen sind an der
Krankheit gestorben. Fast 90 Prozent der Fälle wurden in der Region
Artibonite, etwa zwei Stunden nördlich von der Hauptstadt
Port-au-Prince, registriert.

"Die Hilfsorganisationen von 'Nachbar in Not' haben gleich nach dem
Erdbeben vor der Gefahr des Ausbruchs von Seuchen gewarnt und auch
entsprechende präventive Maßnahmen in der ersten Phase der Hilfe
getroffen. Nun arbeiten die Organisationen seit Tagen an der
Bekämpfung der Krankheit und helfen mit, die Ausweitung der Epidemie
zu verhindern. Derzeit sind 'Nachbar in Not'-Projekte nicht direkt
vom Ausbruch der Cholera betroffen", so Christoph Petrik-Schweifer,
Caritas-Auslandshilfechef und Vorstandsvorsitzender von "Nachbar in
Not".

"Das Rote Kreuz hat von Beginn an seine Aktivitäten auf Hygiene- und
Wasserprojekte zur Vorbeugung von Seuchen gesetzt. Die Aufbereitung
und Verteilung von sauberem Wasser, Hygienemaßnahmen und
Sanitäreinrichtungen sind in Flüchtlingscamps besonders wichtig",
sagt Michael Opriesnig, "Nachbar in Not"-Vorstand und Leiter
Marketing und Kommunikation im Roten Kreuz.

Internationale Hilfe für die Epidemie-Betroffenen ist notwendig

"Nachbar in Not"-Hilfsorganisationen aus Österreich helfen auch in
ihren internationalen Netzwerken bei der Bekämpfung von Cholera und
bei der Versorgung bereits erkrankter Menschen mit.

"Im Vordergrund steht die Verteilung von sauberem Wasser und
Hygienepaketen. In speziellen Schulungen und Informationskanälen
informieren wir die Bevölkerung, wie sie sich vor der Krankheit
schützen können", betont Dagmar Lassmann, Vorstand von "Nachbar in
Not" und Leiterin der Diakonie-Auslandshilfe.

Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian-Broadcasting: "Es
zeigt sich, wie wichtig es ist, dass Katastrophenhilfe auch auf
Nachhaltigkeit angelegt ist - die Hilfsorganisationen von 'Nachbar in
Not' haben von Beginn an die Verbesserung der Hygienebedingungen
forciert und tun nun ihr Möglichstes, um im Verein mit lokaler und
internationaler Hilfe eine weitere Ausweitung der Epidemie
einzudämmen und den schwergeprüften Menschen in Haiti zu helfen."

Rückfragehinweis:

ORF - Pressestelle Humanitarian Broadcasting
   Christine Kaiser
   Tel.: +43 (0)1/878 78 - DW 12422
   http://nachbarinnot.ORF.at
   http://tv.ORF.at
   http://kundendienst.ORF.at

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