• 29.10.2010, 10:06:37
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Halloween: Auch der Spaß hat Grenzen

Katholische Jungschar möchte Eltern zu mehr Achtsamkeit bewegen

Wien (OTS) - Halloween macht Spaß und manchmal auch Angst. Eine
pädagogisch wertvolle Auseinandersetzung mit dem Tod findet aber kaum
statt. Die Katholische Jungschar fordert daher alle Eltern dazu auf,
einen angstfreien 31. Oktober zu planen.

Das heidnische Fest, das seinen Weg über irische Auswanderer/innen
und über US-amerikanische Filme nach Österreich gefunden hat, ist
hierzulande noch sehr jung. Es gibt daher keinen vorgefassten Rahmen,
was alles dazugehört. Weitverbreitet ist, dass sich Kinder verkleiden
und von Haus zu Haus gehen, um Süßigkeiten gegen Androhung von
Streichen zu sammeln. Auch Halloween-Partys kommen immer mehr in
Mode. Dabei werden Gruselgeschichten erzählt oder Horrorfilme
angeschaut, die nicht immer für das Alter der Kinder bestimmt sind
und es wird versucht Kindern gezielt Angst zu machen. Der Spaß hört
da auf, wo und die seelischen Gesundheit der Heranwachsenden verletzt
wird. Es kommt auch immer wieder vor, dass Menschen in ihrer
Ablehnung gegen das nächtliche Türläuten soweit gehen, dass sie
Kinder tätlich angreifen.

Die Jungschar plädiert daher dafür, dass sich Eltern vor dem
Halloween-Abend mit den bestehenden Gefahren auseinandersetzen und
auch im Vorhinein das Gespräch zu ihren Kindern suchen. Dabei kann
beispielsweise eine beleuchtete Route festgelegt werden oder die
Uhrzeit, wann der Spuk vorbei sein muss. Eltern können auch
Situationen aufzeigen, in denen es mutiger und besser ist nicht
mitzumachen.

Bei älteren Jugendlichen besteht zusätzlich die Gefahr, dass sie
auch in Verbindung mit Alkohol die Tragweite ihres Handelns
unterschätzen. Aber Brauchtum schützt vor Strafe nicht. Nach Angaben
der Bundespolizeidirektion wurden in Wien allein im Vorjahr 59
Straftaten angezeigt, die in Zusammenhang mit Halloween stehen
dürften. Auch das Bundeskriminalamt appelliert an die Eltern,
Jugendliche aufmerksam zu machen, dass manche "Streiche" gerichtlich
strafbare Handlungen darstellen.

Der Katholischen Jungschar geht es nicht um eine generelle
Ablehnung von Halloween. Aber das Fest muss so gestaltet werden, dass
niemand zu Schaden kommt, weder die Adressat/innen der Streiche noch
die Kinder und Jugendlichen selbst.

Zwischen Spaß und Erschrecken beim Halloween-Feiern ist für eine
ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Tod und den damit verbundenen
Ängsten kaum Platz. Dies ist aber auch für Heranwachsende sehr
wichtig. Das traditionelle und ruhigere Allerheiligenfest bietet hier
eine gute Möglichkeit. Eltern können Fragen rund ums Sterben und
einem Leben nach dem Tode thematisieren und gemeinsam mit ihren
Kindern diskutieren.

Die Positionspapiere der Katholischen Jungschar zu den Themen
Halloween und Angst finden sich auf der Jungschar-Website unter
www.jungschar.at

Rückfragehinweis:

Robert Korec
   Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Gesellschaftspolitik
   Telefon: +43/1/481 09 97-15
   Mobil: +43 676 88 011 1000
   [email protected]
   www.jungschar.at

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