- 28.10.2010, 15:42:47
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Martinz: Dörfler soll bei seinen Leisten bleiben
Dörfler soll nicht von unerledigten Themen ablenken. Bis März 2009 war Dörfler Tourismusreferent. Martinz räumt seit dem Vorjahr im Tourismus die Scherben der Vergangenheit auf.
Klagenfurt (OTS) - "Die verfehlte Tourismuspolitik der letzten
Jahre lag nur in Händen oranger bzw. blauer Tourismusreferenten
(Reichhold, Freunschlag, Grasser, Reichhold, Pfeifenberger, Haider,
Dörfler), oranger Tourismusdirektoren (Bucher, Mares Rossmann),
oranger Eventmanager (Rossmann ?, Anton) und eines abhängigen Kärnten
Werbung-Chefs. Die Scherben, die diese auf Eigenmarketing
konzentrierte Truppe hinterlassen hat, räumen wir derzeit auf", sagt
heute LR Josef Martinz. Dörfler selbst sei noch bis März 2009
Tourismusreferent gewesen.
"Wo waren in dieser Zeit die Sorgen um die Tourismusbetriebe im Land.
In diesen Jahren ging es nur um Selbstdarstellung und die Kärnten
Werbung war eine Marketingplattform für die orange/blaue Politik im
Land. Alle Warnungen aus der Branche wurden damals in den Wind
geschlagen", fasst Martinz zusammen. Bei jedem Tourismustag seien
weitere Projekte oder die Tourismusmilliarde für den Sommer
angekündigt und versprochen, aber nie gehalten worden.
Dazu gesellen sich eine lange Liste von Projekten, die als
Wahlversprechen herhalten mussten, de facto aber nie umgesetzt wurden
oder scheiterten. "Die damaligen Ankündigungsriesen haben sich sehr
rasch als Umsetzungszwerge erwiesen. Orange/Blaue Projekte wie das
Tibet-Hotel, das Ravensburger Spieleland, die Seebühne, das Schloss
in Reifnitz, die EM-Seilbahn durch Klagenfurt, das Schlosshotel oder
die Beteiligung an der Styrian Spirit wurden entweder nie umgesetzt,
oder scheiterten kläglich.
"In Wahrheit haben meine Vorgänger den Kärntner Tourismus am
Gewissen. Die Rechnung für dieses Versagen bekommt der Kärntner
Tourismus heute zu spüren", gibt Martinz zu bedenken. Erfolgreich
waren die blau/orangen Tourismuspolitiker mit tatkräftiger
Unterstützung der SPÖ nur bei der Erhöhung sämtlicher
Tourismusabgaben. "Posten, Kosten und Belastungen - eine schöne
Bilanz am Rücken des Tourismus!", weist Martinz hin.
Dörfler soll nicht von seinen unerledigten Themen wie der
Ortstafelfrage oder dem nach hinten verschobenen Koralmtunnel
ablenken und bei seinen Leisten bleiben.
"Das wichtigste für den Kärntner Tourismus war die Entpolitisierung
und die haben wir geschafft. Jetzt wird sachlich, strategisch und vor
allem gemeinsam an der Zukunft gearbeitet. Die Kärnten Werbung gehört
wieder den Betrieben und den Regionen", so Martinz.
Es seien Fakten, dass Kärnten einen neuen Weg in der Tourismuspolitik
eingeschlagen habe. "Ich bin der erste Tourismusreferent im Land, der
aus der Branche kommt. Mein oberstes Ziel ist, den Tourismus weg von
medialen Ankündigungen zu führen hin zu einer sachlichen Diskussion
unter Einbindung der Kärnten Werbung, der Regionen und der
Unternehmer. Ich mische mich nicht in das Tagesgeschäft der Kärnten
Werbung und ich kündige auch keine Projekte an, die gar nicht
stattfinden oder schlussendlich scheitern", erklärt Martinz.
Die Kärnten Werbung konzentriere sich nach zehn Jahren wieder auf ihr
Kerngeschäft und gehört wieder den Betrieben und Regionen. Erstmals
wurde eine Marktforschungsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse
bereits in eine neue Markenführung und Strategie eingearbeitet
werden. Außerdem startet ein dringend notwendiges
Qualitätssicherungsmodell für die Betriebe und die Regionen.
Auch das neue Tourismusgesetz sei auf Schiene und werde derzeit mit
Experten abgestimmt. Auch das flächendeckende elektronische
Gästeblatt befinde sich in Umsetzung und erstmals wurden Budgets der
Regionen, der Seilbahnwirtschaft und der Kärnten Werbung für das
Wintermarketing gebündelt. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Volkspartei
Tel.: +43 (0)463 5862 14, Fax: +43 (0)463 5862 17
mailto:[email protected]
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