• 27.10.2010, 18:09:35
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  • OTS0249 OTW0249

Historischer Wendepunkt für Heimtiere in Sicht

Vorschlag zur Harmonisierung der Rechtssetzung für Hunde und Katzen in der Europäischen Union

Brüssel (OTS) - Ein Beratungsergebnis mit historischer Dimension
für den Tierschutz ergab die heutige Sitzung der
Veterinärmedizinischen Experten Arbeitsgruppe (Tierschutz) des Rates
der Europäischen Union zum Schutz der Heimtiere in der EU - dies nur
wenige Tage nach einer internationalen Konferenz "Verantwortliche
Hundehaltung in Europa", die ebenfalls eine europäische Verantwortung
zum Ergebnis hatte.
Die zu erwartende positive Abstimmung im Ministerrat der Europäischen
Union würde eine tiefgreifende Wende für den Schutz der Heimtiere in
Europa bedeuten.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe aus den Mitgliedstaaten haben
sich in ihrer Sitzung heute darauf geeinigt, dem Ministerrat einen
Vorschlag zu unterbreiten, der - neben Aspekten der Gesundheit der
Tiere und der Menschen und des Binnenmarktes - das Schutzbedürfnis
von Hunden und Katzen als Gegenstand europäischer Rechtssetzung zum
Gegenstand hat. Grund für eine europaweite Harmonisierung ist das
höchst unterschiedliche Schutzniveau für diese Tiere in den
Mitgliedstaaten. Bisher unterfiel der Heimtierschutz (mit Ausnahme
der Grenzüberschreitung) dem so genannten Subsidiaritiätsprinzip, das
heißt in die Zuständigkeit der Mitgliedsländer.

Die heutige Entscheidung steht in Folge einer jahrelangen
politischen Entwicklung des Tierschutzes in der Europäischen Union,
zuletzt ablesbar an dem nun unmittelbar im Vertragstext angesiedelten
Tierschutz-Artikel 13 des Lissabon Vertrages, einigen einzelnen
Regelungen und insbesondere dem ersten Aktionsplan Tierschutz
(2006-2010), dem in Kürze ein zweiter Aktionsplan folgen wird.

In der internationalen Konferenz zur "Responsible Dog Ownership in
Europe" (1), veranstaltet von der Internationalen
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN/FOUR PAWS und dem
wissenschaftlichen Institut G. Caporale, in Brüssel am 4. und 5.
Oktober 2010 mit über hundert Teilnehmern aus 25 Ländern kam klar
Ausdruck, wie auch bereits im Jahr 2008 in der Vorläuferkonferenz mit
der Österreichischen Vertretung in Brüssel, dass eine sehr große Zahl
an Mitgliedstaaten nicht in der Lage ist, angemessen auf die Überzahl
von Hunden und Katzen zu reagieren und deren Zahl zu reduzieren und
die in der Bevölkerung bestehenden Forderungen nach Tierschutz auch
für Heimtiere zu erfüllen.

Helmut Dungler, Präsident of VIER FOTEN / FOUR PAWS International
dazu: "Wir begrüßen den gemeinsamen Vorschlag der Arbeitsgruppe sehr,
dass der Europäische Rat einen klaren Auftrag zur europaweiten
Harmonisierung auf dem Grundsatz der Verantwortlichen Heimtierhaltung
an die EU Kommission erteilen solle. Wir hoffen, dass noch in diesem
Jahr der entsprechende Ministerratsbeschluss erfolgt. Damit werden
endlich künftig europaweit rechtliche Maßnahmen möglich, um die
Überzahl von Hunden zu reduzieren, womit der Brutalität gegenüber
Hunden und Katzen, dem Illegalen Welpenhandel und dem Leiden von
Streunertieren in Europe eine Absage erteilt wird. Unsere bisherige
Zusammenarbeit mit der EU Kommission im Rahmen der Webseite CARdog
könnte dann zusätzliche konkrete sinnvolle Massnahmen zum Schutz der
Heimtiere hervorbringen."

"Tiergesundheit und Wohlbefinden" - äußert Vincenzo Caporale,
Leiter des Istituto G. Caporale Teramo - "betreffen die Öffentlichen
Gesundheit. Harmonisierte Strategien für die verantwortliche Haltung
von Heimtieren werden sowohl die Einforderung der Verantwortlichkeit
vereinfachen als auch die Reduzierung der Überzahl von Hunden. Dies
ist dringend erforderlich für ein besseres Miteinander von Mensch und
Tier, insbesondere in städtischen Gebieten. Wir sind bereit, der EU
Kommission unser Fachwissen für wissenschaftsbasierte
Lösungsstrategien zur Verfügung zu stellen."

Im Rahmen der belgischen Ratspräsidentschaft hat VIER PFOTEN/FOUR
PAWS gemeinsam mit dem italienischen Istituto G. Caporale die
Webseite www.carodog.eu vorgestellt. Ziel der Webseite ist es,
zuverlässige Fakten zum Thema Gesundheit und Wohlergehen von Hunden
in Europa zur Verfügung zu stellen, zu gewinnen und zu verbreiten.
Diese Plattform, unterstützt von der Europäischen
Tierärztevereinigung (FVE) und der Europäischen Kommission
(Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz) dient den
europäischen Bürgerinnen und Bürgern, um die Situation ihrer besten
Freunde, der Hunde und Katzen in der EU, zu verbessern.

(1) http://www.carodog.eu/?p=5&s=2&item=75
    Press release at
    http://www.carodog.eu/data/pressreleaseconference2010.pdf
    Photos of the event available on request.

Rückfragehinweis:

Mag. Nunu Kaller
   Press Office Austria
   Tel: +43-1-545 50 20-66       
   Mobile: +43 664 308 63 03
   Fax: +43 1 545 50 20-99
   mailto:[email protected]

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