- 26.10.2010, 11:55:11
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Nationalfeiertag - Faymann für Diskussion über zukünftige Aufgaben und Organisation des Österreichischen Bundesheeres
Darabos: Neutralität muss sicherheitspolitische Leitlinie Österreichs bleiben
Wien (OTS/SK) - Bundeskanzler Werner Faymann hat sich am heutigen
Nationalfeiertag für eine offene Diskussion um die zukünftigen
Aufgaben und die daraus resultierende Organisation des
Österreichischen Bundesheeres ausgesprochen. Das sagte er beim
Sonderministerrat im Rahmen der Angelobung von mehr als 1.100
Rekruten auf dem Heldenplatz. "Damit ist der Start für eine
Diskussion unter Einbeziehung der Erfahrung und Modelle anderer
Länder Europas, die sich für ein Berufsheer entschieden haben,
gegeben", so der Kanzler. Verteidigungsminister Norbert Darabos
sprach sich ebenfalls für eine breite und offene Diskussion zum Thema
aus.****
Bis Jahresende werde eine neue Sicherheitsstrategie für Österreich
ausgearbeitet. "Erst dann können wir die Frage nach der Zukunft des
Österreichischen Bundesheeres beantworten können", so Darabos. Für
den Minister steht fest, dass auch bei der neuen Sicherheitsstrategie
"die Neutralität, die sicherheitspolitische Leitlinie bleiben muss".
Bundeskanzler Faymann und Verteidigungsminister Darabos bekannten
sich klar zur Neutralität. Faymann: "Wer Österreichs Neutralität in
Frage stellt, erweist dem Land einen schlechten Dienst." Er sehe die
Neutralität als Chance, sich in Konflikten auf die Seite der
Menschlichkeit zu stellen. Für Norbert Darabos ist die Zweite
Republik ohne Neutralität nicht denkbar. Sowohl Faymann als auch
Darabos würdigten die Leistungen des Österreichischen Bundesheeres im
In- und Ausland und betonten dessen hohes internationales Ansehen.
Erstmals begrüßte Bundeskanzler Faymann Vertreter der
Widerstandskämpfer am Heldenplatz: "Die Widerstandskämpfer haben
einen hohen Preis im Kampf gegen den Nationalsozialismus bezahlen
müssen. Viele bezahlten mit dem Tod, viele mit der Internierung in
Konzentrationslagern." (Schluss) sa/sc
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