- 26.10.2010, 09:20:56
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TW1 Themenschwerpunkt Allerheiligen am 1. November
TW1 beleuchtet mit einem besinnlichen Programmbogen das Hochfest der katholischen Kirche und nimmt Traditionen, Brauchtum und Glauben in den Fokus.
Wien (OTS) - Bevor das Christentum im römischen Reich anerkannt
wurde, bezahlten unzählige Christen für ihren Glauben mit dem Leben.
Da es nicht möglich war, jeden dieser Märtyrer an einem besonderen
Tag zu feiern, bestimmte Papst Gregor III vorerst für die Stadt Rom
den 1. November als allgemeinen Gedenktag - Papst Gregor IV legte
dies für die gesamte Westkirche fest. Allerheiligen ist somit auf die
Erinnerung an Märtyrer früherer Zeiten zurückzuführen. An diesem Tag
wird aller Heiligen gedacht - auch derer die nicht heiliggesprochen
wurden und "um derer Heiligkeit niemand weiß als Gott."
Dieser Feiertag ist mit vielen Traditionen verbunden - sei es der
Allerheiligen-Striezel, das Schmücken der Gräber von verstorbenen
Verwandten und Freunden mit besonderen Blumengestecken und Lichtern
oder der traditionelle Festzug mit der Segnung der Gedenkstätten. TW1
zeigt am 1. November Besinnliches, Unglaubliches, aber auch Makaberes
rund um den Gedenktag der Heiligen.
Die Zeit der zunehmenden Dunkelheit und das Sterben der Vegetation -
der November als Monat vor dem Winterbeginn wird oftmals als
Totenmonat bezeichnen. Aus dem Glauben, dass zu Allerheiligen und
Allerseelen das Diesseits mit dem Jenseits verbunden wird, sind in
den Tiroler Alpen zahlreiche Traditionen entsprungen. Die Nacht der
armen Seelen wird als Erinnerungsfest sowohl der verstorbenen Seelen
als auch jener Armen der Dorfgemeinschaften gesehen, die sich an
diesen Tagen "Selabrot" abholen können. Dass die Armen
glücklicherweise weniger geworden sind, es rund um Allerheiligen
allerdings neben dem Seelenbrot noch zahlreiche andere Brauchtümer
gibt, beleuchtet die Dokumentation "Magische Allerheiligen - die
armen Seelen von Tirol".
Auf Formen des Totengedenkens, wie sie nur den im Salzkammergut
lebenden Menschen selbstverständlich sind, richtet sich der Fokus der
von Klaus Huber gestalteten Dokumentation "Bemalte Schädel -
steinerne Bücher". Im Mittepunkt stehen jene Menschen, die stark von
der imposanten Landschaft und den in ihr entstandenen Überlieferungen
geprägt sind.
Wenn die Totenglocke läutet und wieder ein Grab zu öffnen ist, steht
er zur Stelle: der Totengräber Konrad Reßmann - seit 20 Jahren
betreut er über 30 Kärntner Dörfer. Für den Dokumentarfilm
"Erdbewegungen" hat Regisseur Gernot Stadler den Totengräber über ein
Jahr lang begleitet. TW1 zeigt den Arbeitsalltag sowie den Umgang
Reßmanns mit dem Tod in einem einfühlsamen Portrait.
Um das Thema "Tod" dreht sich auch Gerald Teufels dokumentarische
Österreich-Tour "Jenseits von allem - mit der Geisterbahn durch
Österreich". Räumlich geht die Reise von Tirol bis ins Burgenland,
zeitlich vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Mit den
unterschiedlichsten Gesprächen - angefangen bei der Künstlerin Irene
Trawöger über den Bestatter Julius Müller bis hin zum
Intensivmediziner Klaus Michael Ratheiser sowie dem Pfarrer Alois
Hüger - liefert TW1 ausgewählte makabere Schmankerln.
Dass auch Trauer eine Kunst sein kann und auf welch originelle Weise
manche Menschen diese überwinden, zeigt TW1 mit Werner Bootes
art.genossen-Dokumentation "Die Kunst des Trauerns". Als Meilenstein
dabei gilt die Erfindung des "Grabtelefons" - es wird einem
Verstorbenen in den Sarg gelegt, um ihn "anrufen" zu können, sobald
man ihn zu sehr vermisst. Mittelpunkt der Sendung sind jene Menschen,
die aufgrund ihres Berufes täglich mit Trauer konfrontiert werden.
Obwohl Wien mit einer Menge berühmter Sehenswürdigkeiten aufwarten
kann, zieht kein Ort mehr Besucher an als der Zentralfriedhof - die
größte historische Begräbnisstätte Europas. Neben zahlreichen
Namenlosen ruhen dort Weltberühmtheiten wie Beethoven, Mozart und
Walzer-König Johann Strauß sowie Politiker, Künstler und Rockstars.
Da sich zwischen den Gräbern und Gruften das pure Leben regt -
angefangen von Regenwürmer über Igel bis hin zu Füchsen, Dachsen und
sogar Rothirschen - war bis vor wenigen Jahren der Grund, dass der
riesige Friedhof als offizielles Jagdgebiet galt. Dieses skurrile
Biotop bietet die Kulisse für eine gruselige Universum-Dokumentation.
Mit dem Halloween/Allerheiligen-Special "Es lebe der Zentralfriedhof"
macht TW1 eine makabere Wien-Reise vollgepackt mit schwarzem Humor
und unheiligen Begegnungen zwischen Tieren und Menschen.
In den Augen der Professorin für Fundamentaltheologie Sr. Martha
Zechmeister gelten alle Menschen als heilig. Als Ordensschwester und
Professorin an der Jesuiten Hochschule in San Salvador ist es ihr ein
besonderes Anliegen, sich der Opfer der Militärs während des
Bürgerkrieges zu erinnern. Mit der von Maria Katharina Moser
gestalteten Dokumentation "Feierabend - Das Schweigen brechen" zeigt
TW1 einen weiteren Zugang zum Hochfest Allerheiligen.
Sendezeiten:
"Magische Allerheiligen - Die armen Seelen von Tirol": am 1.11.10 um
00:20 Uhr, 15:00 Uhr und 18:00 Uhr
"Bemalte Schädel - Steinerne Bücher": am 1.11.10 um 10:05 Uhr, 13:05
Uhr, 16:45 Uhr und 23:40 Uhr
"Erdbewegungen": am 1.11.10 um 10:30 Uhr und 16:20 Uhr
"Jenseits von allem - Mit der Geisterbahn durch Österreich": am
1.11.10 um 11:05 Uhr, 14:05 Uhr und 17:15 Uhr
art.genossen-Dokumentation "Die Kunst des Trauerns": am 1.11.10 um
12:35 Uhr
Universum-Dokumentation "Es lebe der Zentralfriedhof": am 1.11.10 um
15:30 Uhr, 18:45 Uhr und 22:45 Uhr
"Feierabend - Das Schweigen brechen": am 1.11.10 um 18:30 Uhr
Rückfragehinweis:
ORF/TW1
Mag. Birgit Reiter
0043 (0) 1 87878 14600
[email protected]
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