- 24.10.2010, 13:30:28
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Papst mahnt zu Frieden und fordert Religionsfreiheit in Nahost
Benedikt XVI. feierte im Petersdom Schlussgottesdienst der Bischofssynode über den Nahen Osten
Vatikanstadt, 24.10.10 (KAP) Mit einem eindringlichen Appell für
Frieden und mehr Religionsfreiheit hat Papst Benedikt XVI. am
Sonntag die Nahost-Synode im Vatikan beendet. Im Nahen Osten
herrschten schon allzu lange Konflikte, Kriege, Gewalt und
Terrorismus, beklagte er bei der Schlussmesse zu der Bischofssynode
im Petersdom. "Frieden ist möglich! Frieden ist dringend! Resigniert
nie vor dem Mangel an Frieden!", rief der Papst den Patriarchen und
Bischöfen aller Nahostländern sowie den anwesenden Vertretern der
Weltkirche zu. Frieden sei eine unverzichtbare Bedingung für ein
menschenwürdiges Leben und das beste Mittel, um die Emigration aus
der Region zu stoppen.
Zugleich sprach sich Benedikt XVI. für eine umfassende Religions-
und Gewissensfreiheit im Nahen Osten aus. Dies sei ein fundamentales
Menschenrecht. In vielen Ländern der Region bestehe bestenfalls
Kultfreiheit, der religiöse Freiraum sei jedoch zu eingeengt.
"Diesen Freiraum zu erweitern ist eine Voraussetzung, um den
Mitgliedern der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften echte
Freiheit beim Bekenntnis des eigenen Glaubens zu garantieren", so
der Papst. Darum müssten sich Christen und Muslime in einem Dialog
bemühen, den die Synode zu Recht mit allem Nachdruck gefordert habe,
sagte Benedikt XVI.
Christen in großer Bedrängnis
Die Christen in der Region befänden sich in schwierigen Situationen,
mitunter in großer Bedrängnis. Sie litten unter materiellen
Problemen sowie an Mutlosigkeit, Anspannung und Angst. Die
christliche Botschaft vermittele aber Hoffnung und Trost auch in
großen Schwierigkeiten.
Mit der feierlichen Papstmesse im Petersdom sind die zweiwöchigen
Beratungen der Nahost-Bischofssynode beendet. Fast alle katholischen
Patriarchen und Bischöfe der Region berieten mit dem Papst und
Vertretern der Weltkirche über die meist schwierige Situation der 20
Millionen Christen zwischen Kairo und Teheran.
Nächste Synode über Neuevangelisierung
Die nächste Weltbischofs-Synode befasst sich 2012 mit dem Thema der
Neuevangelisierung, kündigte Benedikt XVI. an. Das Motto für das
Treffen im Jahr 2010 lautet: "Die Neuevangelisierung für die
Weitergabe des christlichen Glaubens." Besonders im Blick sind dabei
die Länder mit alter christlicher Tradition, so der Papst.
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