• 24.10.2010, 08:00:12
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"trend": Neuerlicher Notfallplan für Hypo Alpe Adria. Weitere Staatshaftungen bis zu 1,5 Milliarden Euro.

Hypo-Aufsichtsratschef Ditz bestätigt: "Brauchen im Worst Case einen Schutzschirm."

Wien (OTS) - Die im Dezember 2009 notverstaatlichte Hypo Group
Alpe-Adria könnte weitere Hilfen der Steuerzahler benötigen,
berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Montag
erscheinenden Ausgabe. Konkret handelt es sich um einen
Haftungsschirm für Assets, die die Kärntner Bank wegen der darnieder
liegenden Immobilienmärkte am Balkan derzeit nur unter Buchwert
verkaufen könnte oder in der Bilanz nochmals wertberichtigen müsste.
Es wird deshalb daran gedacht, Tourismusimmobilien und andere
notleidende Projekte in einer neu zu gründenden Asset-Gesellschaft
("NewCo") zu bündeln. Es geht um ein Volumen von ein bis 1,5
Milliarden Euro. Diese Summe soll die neue Firma der Hypo als
Kaufpreis bezahlen, wobei der Staat die Haftung dafür übernehmen
müsste. Liegt der tatsächliche Verkaufserlös später unter diesem
Preis, müsste der Finanzminister die Differenz zahlen - Insider
sprechen von potenziell "mehreren hundert Millionen Euro" Verlust.
Laut "trend" ist der Plan am 13. Oktober Mitarbeitern des
Finanzministers präsentiert worden. Hypo-Aufsichtsratsvorsitzender
Johannes Ditz bestätigt, "dass wir im Worst Case einen bestimmten
Haftungsschrim brauchen könnten, damit wir nicht immer die
Marktschwankungen in der Bilanz abbilden müssen."
Hypo-Vorstandsvorsitzender Gottwald Kranebitter verweist auf Anfrage
des "trend" darauf, dass die Angelegenheit noch nicht
entscheidungsreif ist: "Wir haben uns eine vollständige Analyse bis
Anfang 2011 vorgenommen. Aus derzeitiger Sicht ist die
Kapitalausstattung ausreichend."
Hingegen sagen Kenner der Materie, es sei schon jetzt absehbar, dass
die Hypo Kärnten ohne diese Konstruktion samt neuen Haftungen keine
Bilanz 2010 zusammenbringen werde.

Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402

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