• 21.10.2010, 08:09:55
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Salzburger Univollversammlung richtet Resolution an Faymann, Pröll und Karl

"Wir fordern 2% des BIP für das Hochschulbudget, weil wir es brauchen!"

Gemeinsamer Protest von Studierenden, Lehrenden und Rektorat

Salzburg (OTS) - HochschülerInnenschaft (ÖH), Rektorat,
Betriebsräte und Mittelbau der Uni Salzburg haben am Mittwoch,
20.10.2010, die bei ihrer gemeinsamen Universitätsvollversammlung am
Vortag beschlossenen Forderungen unterzeichnet und an die
Bundesregierung geschickt. "Die ganze Regierung ist für die
Bildungspolitik verantwortlich und die ganze Regierung ist für das
Budget verantwortlich. Ich hoffe auch, dass die ganze Bundesregierung
irritiert sein wird vom heutigen Tag!" betonte Rektor Heinrich
Schmidinger im Rahmen des Protesttages.

"Wir sollten dazu schreiben, dass wir das wir nicht nur fordern,
weil wir es wollen, sondern weil wir es wirklich brauchen und die
Leute sollen verstehen, warum wir protestieren", lautete die Anregung
einer Studentin zur Formulierung der Resolution. Die von ÖH und
Rektorat vorbereiteten Forderungen wurden teilweise verändert, um
zwei weitere Forderungen ergänzt und mit breiter Zustimmung
angenommen:

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Faymann!
Sehr geehrter Herr Vizekanzler Finanzminister Pröll!
Sehr geehrte Frau Bundesministerin Karl!

Die Universitätsversammlung der Universität Salzburg, zu der ÖH,
Rektorat und Betriebsräte gestern (19. Oktober 2010, 18 Uhr, Audimax
der Naturwissenschaftlichen Fakultät) eingeladen haben, hat unter
großer Beteiligung von Universitätsangehörigen - gezählt wurden über
1000 Personen - den folgenden Forderungskatalog beschlossen. Wir
fordern, weil wir brauchen:

- Gesetzliche Verankerung der Erreichung des 2%-BIP-Zieles bis Ende 
   2015
 - Sofortige Verhandlung der Bundesregierung mit den universitären 
   Stakeholdern
 - Verbesserung der Betreuungsrelationen durch mehr Personal
 - Stärkung der Forschungsförderung
 - Lösung der finanziellen Probleme durch das Bundesbudget
 - Offizielle Rücknahme der angekündigten Sparmaßnahmen ab 2013
 - Rücknahme der bereits jetzt erfolgten und erfolgenden Kürzungen
 - Sicherstellung der sofortigen und langfristigen finanziellen 
   Unabhängigkeit der Universitäten
 - Ausbau des Stipendiensystems zur Verhinderung von sozialer 
   Selektion bei universitärer Bildung 
 - Grundsätzlich: Investition und Ausbau statt Einsparung und 
   Reduktion

Die Universitätsversammlung der Universität Salzburg erwartet sich
von der Österreichischen Bundesregierung die umgehende Erfüllung der
gestellten Forderungen.

Heinrich Schmidinger - Rektor
Tatjana Markl - Vorsitzende der ÖH Salzburg
Ulrike Tanzer - Sprecherin des Mittelbaus
Bernhard Scherl - Vorsitz des Betriebsrates I
Brigitte Krassnigg - Vorsitzende des Betriebsrates II

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
ÖH Salzburg
Referat für Bildungspolitik
Kay-Michael Dankl
0650/3078660

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OHS

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