- 19.10.2010, 17:28:02
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Religiöse Entwicklung: Die ersten Jahren entscheiden
Vorstellung des neuen "Religionspädagogischen Bildungsrahmenplans" für die katholischen Kindertagesheime bei Pressekonferenz in Wien
Wien (OTS) - 19.10.10. (PEW) "Kinder sind religiös begabt. Es
gilt, die lernintensiven ersten Lebensjahre zu nützen, um
ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung auch auf religiösem Gebiet
zu fördern": Dies betonte Generalvikar Msgr. Franz Schuster am
Dienstag im "Club Stephansplatz 4" der Erzdiözese Wien bei einer
Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen "Religionspädagogischen
Bildungsrahmenplans" für die katholischen Kindertagesheime. Unter
wissenschaftlicher Begleitung der Linzer Religionspädagogin Silvia
Habringer-Hagleitner wurde in dem Rahmenplan die Frage
herausgearbeitet, wie Pädagogen Kinder begleiten müssen, damit - das
auch in der UN-Kinderrechtskonvention verankerte - "Recht von Kindern
auf Religion" wirksam wird. Ein besonderer Akzent des Rahmenplans
liegt auf dem Umgang mit religiöser Vielfalt. Der
"Religionspädagogische Bildungsrahmenplan" ist für die mehr als 75
Kindergärten der St. Nikolaus-Kindertagesheimstiftung der Erzdiözese
Wien verbindlich. Der Geschäftsführer der St. Nikolaus-Stiftung,
Elmar Walter, sagte bei der Pressekonferenz wörtlich: . "Der Plan ist
eine Hilfe zur Menschwerdung, Kinder brauchen Raum, um zu fragen und
zu reden. Der "Religionspädagogische Bildungsrahmenplan" ist ein
Baustein dazu." Walter verlieh auch seiner Freunde darüber Ausdruck,
dass das Land Burgenland den "Religionspädagogischen
Bildungsrahmenplan" für alle Kindergärten im Land übernommen hat.
Der "Religionspädagogische Bildungsrahmenplan" geht von der Fähigkeit
von Kindern aus, Transzendenz zu spüren. Aus der Notwenigkeit heraus,
diese natürliche Fähigkeit der Kinder zu fördern und den Pädagoginnen
und Pädagogen die entsprechenden Rahmenbedingungen in ihrem
Arbeitsumfeld zu liefern, entstand das Projekt
"Religionspädagogischer Bildungsrahmenplan". Verantwortlich
zeichneten die St. Nikolaus-Stiftung und die Caritas der Diözese
Linz.
Zusätzlich flossen Erkenntnisse einer Arbeitsgruppe der
interdiözesanen katholischen Arbeitsgemeinschaft für das
Kindergartenwesen in Österreich mit ein. Der Bildungsrahmenplan ist
in zehn Bildungsbereiche gegliedert. Die jeweiligen Schwerpunkte
werden von den drei Seiten, den Kompetenzen der Kinder, der Haltung
der Pädagogen und der Bildungspartnerschaft mit den Eltern,
beleuchtet.
Die Auseinandersetzung mit spirituell-religiösen Fragen regt Kinder
an, ihre eigenen Wertvorstellungen zu klären. Religiöse Erzählungen,
Symbole und Rituale fördern eine positive Lebenseinstellung und ein
soziales Miteinander, so Elmar Walter: "Das Wissen, warum in
Österreich welche Feiertage gefeiert werden, ist genauso Teil der
Werteerziehung wie die Stärkung der Bereitschaft zum interreligiösen
Miteinander".
Sr. Petronilla Herl, Vorstand der Vereinigung katholischer
Kindertagesheime: "Kinder erleben im Kindergarten vielfältige
religiöse Traditionen. Die Begegnung mit fremden Vorstellungen weckt
ihre Neugierde, das Unbekannte auch kennen zu lernen und stärkt ihren
offenen Umgang." Die Umsetzung des "Religionspädagogischen
Bildungsrahmenplans" erfolgt österreichweit in mehr als 700
katholischen Kindergärten und Horten mit 39.000 Kindern.
In der Erzdiözese Wien gibt es insgesamt 150 katholische Kindergärten
und Horte mit 12.000 Kindern, die von rund 1.300 Pädagoginnen und
Pädagogen betreut werden. Die wichtigsten Grundsätze sind die
umfassende Wertschätzung jedes Menschen in seiner Einzigartigkeit vor
dem Hintergrund des christlichen Menschenbildes sowie das Bemühen um
grundlegende Offenheit und Akzeptanz anderer. (Infos: Elmar Walter,
Tel. : 0664/824 36 77 , E-Mail: [email protected]). (ende)
Rückfragehinweis:
St. Nikolaus-Kindertagesheimstiftung in der Erzdiözese Wien Elmar Walter Favoritenstraße 4-6/1, A-1040 Wien M +43 664 824 36 77 E [email protected]
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