- 19.10.2010, 12:34:33
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Der sagenumwobene Goldschatz der Inka kommt nach Wien
EMS Exhibits zeigt 90 Unikate, die den Schmelzöfen der Konquistadoren entgangen sind

Wien (OTS) - Eine im wahrsten Sinn hochkarätige Ausstellung
vergoldet den Wiener Ausstellungsherbst: 1000 Jahre INKAgold ist ab
22. Oktober 2010 im Novomatic Forum vis-à-vis der Secession zu
bestaunen. Die Leihgaben stammen aus dem berühmten Goldmuseum in Lima
und werden vom Ausstellungsspezialisten EMS Exhibits erstmals in
Wien präsentiert. "Wir sind sehr stolz, Teile des nationalen
Kulturerbes Perus in Wien zeigen zu dürfen und die damit verbundene
Geschichte zu präsentieren. Die Schatzkammer öffnet mit 90
kunstgeschichtlich bedeutsamen und bisher kaum gezeigten
Goldexponaten ein Fenster zu den Kulturen Amerikas, die unsere
Weltkultur geprägt hat. Die Leihgaben sind von außergewöhnlicher
Schönheit und kunsthistorischer Bedeutung, wie etwa der vollständige
Gold-Grabschmuck eines bedeutenden und hochgestellten Fürsten", sagt
Christoph Rahofer, Geschäftsführer von EMS Exhibits, einer Division
der Wiener Agentur Event Marketing Service Gmbh.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Botschaft der
Republik Peru. "Als Botschafter von Peru ist es mir daher eine
besondere Auszeichnung und Ehre, diese Ausstellung zu unterstützen.
Gleichzeitig möchte ich den privaten Institutionen danken, die diese
Ausstellung erst ermöglicht haben. Ich bin der festen Überzeugung,
dass diese Schau dazu beitragen wird, die Neugier der Besucher zu
wecken und den Reichtum der peruanischen Geschichte und Kultur einer
breiten Öffentlichkeit in Wien und auch in Mitteleuropa näher zu
bringen", sagt Antonio Garcia Revilla.
Hier ist alles Gold, was glänzt
Die Ausstellung umfasst nicht nur Grabbeigaben der Inka, die
Zeitreise in die Vergangenheit führt auch zu Kulturen, die schon
tausende Jahre vor den Inka Kunstwerke angefertigt hatten. In
dunkel-mystischen Räumen und zu peruanischer Hochlandmusik
präsentiert die Ausstellung 1000 Jahre INKAgold die schönsten Funde
aus dem Museo de Oro del Perú. Becher aus massivem Gold, zauberhafte
Schmuckstücke, teuflisch grinsende Masken und Nasenschmuck,
bandförmige Kronen, Federbüsche mit realistischen Tierdarstellungen
sowie Kult-Keramik zeugen von hoher handwerklicher Kunst und
unschätzbarem Wert. Die ältesten Schaustücke sind plastisch aufwendig
und filigran gefertigte Gold-Ohrgehänge aus der Frias-Kultur (ca. 400
v. Chr.). Herzstück der Ausstellung ist eine Totenmaske (ca. 900 n.
Chr.), welche aus einem einzigen Stück Gold getrieben wurde.
Die Ausstellung wird von der Anthropologin und Historikerin Dr.
Markéta Krízová kuratiert. "Diese Gold- und Silberobjekte sind aus
wissenschaftlicher Sicht unschätzbar! Sie ermöglichen uns, das
spirituelle Leben der Altkulturen Amerikas kennenzulernen. Diese
präkolumbianischen Kulturen kannten keine Schrift. Die meisten
Goldobjekte waren Kultobjekte aus denen wir heute mehrere
Informationen über die Religion der Inkas, über die Symbolik und die
Darstellungen über übernatürliche Phänomene, über deren Leben und Tod
ableiten können. Die Ausstellung zeigt auch einige Goldobjekte des
täglichen Gebrauchs wie Becher und Schalen, aber auch Goldschmuck,
der nur von der Elite getragen werden durfte. Durch diese Objekte
können wir uns heute vorstellen, wie die Haushalte der Könige und
Priester aussahen", so Krízová.
Die Inka begründeten nicht nur das einzige Großreich südlich des
Äquators, ihr Reich war zugleich auch das Imperium mit dem größten
Reichtum an Gold. Und eben dieses Gold führte sie ins Verderben: Für
die Inka war das Gold Symbol der Sonne, Schönheit und Geschenk der
Götter ohne materiellen Wert. Für die spanischen Eroberer dagegen
bedeutete das Gold Reichtum - ein historisches Missverständnis, das
letztlich zum Untergang des gewaltigen Inkareichs führte. "Von den
Inka-Schätzen selbst ist so gut wie nichts erhalten, da die Spanier
alle Goldobjekte, derer sie habhaft werden konnten, einschmelzen
ließen und nach Europa verfrachteten", erklärt Rahofer die
Einmaligkeit der Ausstellung.
Es ist jedoch nicht nur das Gold, das die Ausstellung interessant
macht: In einer erstaunlichen Erlebnistour bringt sie den
BesucherInnen mit Texten, Kurzfilmen, 3D-Projektionen und Führungen
das geheimnisvolle Indianerreich der Anden nahe und zeigt anhand
historischer Quellen, welche Kleinigkeiten Kriege ausgelöst haben,
welchen Irrtümern die Feldherrn unterlegen sind, welche Strapazen die
spanischen Eroberer erdulden mussten und wie viel Blut für das Gold
geflossen ist.
1000 Jahre INKAgold ist nach "Tutanchamun und die Welt der
Pharaonen" und "Leonardo da Vinci - Mensch - Erfinder - Genie" eine
weitere der 15 publikumswirksamen Ausstellungen aus dem Portfolio von
EMS Exhibits. Produktionen der Wiener Agentur sind derzeit auf drei
Kontinenten on Tour und ziehen pro Jahr drei Millionen BesucherInnen
an.
1000 Jahre INKAgold
22.10.2010 - 27.02.2011
täglich von 10.00 - 18.00 Uhr
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Doris Pommerening
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Tel.: +43 1-714 88 77
Mob.: +43 664-266 07 12
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