• 18.10.2010, 16:10:52
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Eltern schließen sich der Initiative "Gegen Unrecht: Kinder gehören nicht ins Gefängnis" an

Aufruf der Elternverbände für Aufnahme der UN-Kinderrechtskonvention in die Verfassung

Wien (OTS) - Wien, 18.10.10 (PEW) Die großen österreichischen
Elternverbände ("Bundesverband der Elternvereine an mittleren und
höheren Schulen" und "Hauptverband katholischer Elternvereine") haben
sich der von Caritas, Diakonie, SOS-Kinderdorf und "Amnesty
International" (ai) in Gang gesetzten Initiative "Gegen Unrecht:
Kinder gehören nicht ins Gefängnis" angeschlossen. Anlass für die
Initiative war die Abschiebung der Komani-Zwillige. Mittlerweile
könnten die beiden achtjährigen Mädchen bald wieder in Österreich
sein; das Innenministerium hat einen Bescheid des Magistrats Steyr
aufgehoben, der die Basis für die Ausweisung der kosovarischen
Familie gebildet hatte. Trotzdem sei es notwendig, die Initiative
"Gegen Unrecht: Kinder gehören nicht ins Gefängnis" weiterzuführen,
"weil es nicht nur um die Komani-Zwillinge geht, sondern auch um
andere Familien mit Kindern", so Cornelia Franckenstein,
Vizepräsidentin des "Hauptverbands katholischer Elternvereine". Sie
betonte weiter: "Kinder und Familien bedürfen besonderer
Aufmerksamkeit, disziplinäre Maßnahmen gegen die ausführende
Exekutive ersetzen keinen rechtlich verankerten Schutz der
Personenwürde."

Die Initiative "Gegen Unrecht: Kinder gehören nicht ins Gefängnis"
hat sich zum Ziel gesetzt, durch das Sammeln möglichst vieler
Unterschriften die Nationalratsabgeordneten zur Aufnahme der
UN-Kinderrechtskonvention in die Verfassung zu motivieren. "Wir
unterstützen und begrüßen diese Initiative, und bitten alle,
persönlich ein Zeichen zu setzen", betonten die Elternvertreter
gemeinsam in ihrem Aufruf. Theodor Saverschel, der Präsident der
"Bundesverbands der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen",
betonte die Dringlichkeit eines geordneten Umgangs mit der
Problematik: "Es gibt viele Fälle bereits integrierter Kinder, und es
ist nicht einsehbar, warum schuldlose Kinder für die Fehler der
Behörden büßen müssen. Wenn Kinder hier aufwachsen, dann darf man sie
nicht einfach wie ein lästiges Objekt ohne Recht und Würde
hinauswerfen. Ein solches Verhalten ist verantwortungslos und
indiskutabel. Auch ein Auseinanderreißen von Familien ist nicht zu
akzeptieren. Es gibt keine einfache Lösung in solchen Fragen, aber
das Interesse der Kinder muss Vorrang haben, alles andere ist
menschenunwürdig und einem zivilen Rechtsstaat nicht angemessen".
Auch Stefan Mandahus, Präsident des "Hauptverbandes Katholischer
Elternvereine Österreichs", zeigte sich empört über das unsensible
Vorgehen der Behörden: "Eine Abschiebung nach sechs Jahren Aufenthalt
in einer neuen Heimat ist unchristlich und die Festnahme von
achtjährigen unbescholtenen Kindern ein absoluter Skandal. Auch die
Festnahme von Minderjährigen in Schulen ist indiskutabel". (forts
mgl)

Rückfragehinweis:

Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
   Erich Leitenberger
   1010 Wien, Stephansplatz 4/7/1
   Tel: 01/51552-3591
   E-Mail: [email protected]
   http://presse.stephanscom.at

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