Weniger Förderung, Verwaltungseinsparungen insbesondere auf Bezirks- und Gemeindeebene, Reform des Gesundheits- und Pflegewesens

"Ein Defizit lässt sich nicht mit Steuerhöhungen sanieren!"

Wien (OTS) - Steuererhöhungen sind völlig ungeeignet zur Defizit-Bekämpfung, warnt Bernhard Felderer, Präsident des Staatsschuldenausschuss, im Interview mit dem TOP-GEWINN: "Man kann mit Steuererhöhungen Anstiege zwei bis drei Jahre verdecken, doch dann steht man wieder vor dem gleichen Dilemma, wenn man die Ausgaben nicht zurückfährt und hat zusätzlich negative Leistungsanreize geschaffen. Wir haben in Österreich nach Dänemark und Schweden die höchste Steuerquote weltweit! Eine weitere Erhöhung führt nur zur Steuervermeidung."

Felderer warnt vor allem davor, Stiftungen stärker zu besteuern:
"Nahezu das ganze österreichische Industrievermögen steckt in Stiftungen! Hinter den Kulissen wird schon kräftig für einen erleichterten Ausstieg aus Stiftungen lobbyiert."

Felderer empfiehlt, die Förderungen zu durchforsten. Hier sei Österreich im internationalen Vergleich besonders spendabel. Hier denkt er konkret an die Wohnbauförderung und viele andere, wo sich Bund und Länder gegenseitig konkurrenzieren. Den Sparstift sollte man vor allem bei den Bezirkshauptmannschaften ansetzen, bei Gemeindezusammenlegungen sei man erst am Anfang. Weiters müsse man im Gesundheits- und Pflegewesen gegensteuern, das stark unter Kostendruck stünde.

Das ausführliche Interview lesen Sie im neuen TOP-GEWINN.

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