• 18.10.2010, 09:11:35
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Weniger Förderung, Verwaltungseinsparungen insbesondere auf Bezirks- und Gemeindeebene, Reform des Gesundheits- und Pflegewesens

"Ein Defizit lässt sich nicht mit Steuerhöhungen sanieren!"

Wien (OTS) - Steuererhöhungen sind völlig ungeeignet zur
Defizit-Bekämpfung, warnt Bernhard Felderer, Präsident des
Staatsschuldenausschuss, im Interview mit dem TOP-GEWINN: "Man kann
mit Steuererhöhungen Anstiege zwei bis drei Jahre verdecken, doch
dann steht man wieder vor dem gleichen Dilemma, wenn man die Ausgaben
nicht zurückfährt und hat zusätzlich negative Leistungsanreize
geschaffen. Wir haben in Österreich nach Dänemark und Schweden die
höchste Steuerquote weltweit! Eine weitere Erhöhung führt nur zur
Steuervermeidung."

Felderer warnt vor allem davor, Stiftungen stärker zu besteuern:
"Nahezu das ganze österreichische Industrievermögen steckt in
Stiftungen! Hinter den Kulissen wird schon kräftig für einen
erleichterten Ausstieg aus Stiftungen lobbyiert."

Felderer empfiehlt, die Förderungen zu durchforsten. Hier sei
Österreich im internationalen Vergleich besonders spendabel. Hier
denkt er konkret an die Wohnbauförderung und viele andere, wo sich
Bund und Länder gegenseitig konkurrenzieren. Den Sparstift sollte man
vor allem bei den Bezirkshauptmannschaften ansetzen, bei
Gemeindezusammenlegungen sei man erst am Anfang. Weiters müsse man im
Gesundheits- und Pflegewesen gegensteuern, das stark unter
Kostendruck stünde.

Das ausführliche Interview lesen Sie im neuen TOP-GEWINN.

Rückfragehinweis:
GEWINN Redaktion, Tel.: 01/5212448
mailto:[email protected]

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