• 16.10.2010, 08:00:18
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"profil": Deutscher Bundesnachrichtendienst soll 2002 V-Mann in Haiders Irak-Delegation eingeschleust haben

Geschäftsmann Klaus S. übernahm Flugkosten - kroatischer Geheimdienst SOA beleuchtete Haiders Geschäfte

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, soll der deutsche
Bundesnachrichtendienst (BND) 2002 einen Verbindungsmann in die
Irak-Delegation des damaligen Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider
eingeschleust haben. Der österreichische Geschäftsmann Klaus S., der
nachweislich mit dem BND in Kontakt stand, war Teil jener
Reisegruppe, die Saddam Hussein von 3. bis 6. Mai 2002 besuchte. S.
übernahm obendrein auch die Kosten der Flüge. Das legt den Verdacht
nahe, dass der deutsche Geheimdienst bereits seit Jahren Kenntnis von
Zahlungen des irakischen Diktators an Jörg Haider hat. "profil" hatte
im August dieses Jahres unter Berufung auf Erkenntnisse des Bagdader
Innenministeriums und des im Irak tätigen Villacher Bauingenieurs
Franz Limpl von Zuwendungen Husseins an Haider in der Höhe von 2,5
bis fünf Millionen Dollar berichtet. Limpl hat seine Aussagen
zwischenzeitlich bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt bekräftigt,
welche die Hintergründe der Affäre seit Monaten untersucht.

Wie "profil" weiter berichtet, hat auch der kroatische
Geheimdienst SOA Haiders Geschäfte untersucht. In einem internen
Bericht aus dem Jahr 2007, der nun in deutscher Übersetzung vorliegt,
ist unter anderem von "russischen Kapitalzuflüssen in die Hypo
Alpe-Adria" sowie von "Transaktionen aus arabischen Ländern" die
Rede, die "über kroatische Verbindungen, aber auch über J. Haider
persönlich abgewickelt wurden".

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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