EU-Verkehrsministerrat zu Lkw-Maut: Bures verhandelt im Vorfeld mit italienischem Verkehrsminister Matteoli

Wien (OTS/BMVIT) - Verkehrsministerin Doris Bures hat heute vor Beginn des EU-Verkehrsministerrates in Luxemburg ein Gespräch mit dem italienischen Verkehrsminister Altero Matteoli geführt und die Notwendigkeit einer Systemumstellung der europäischen Lkw-Maut unterstrichen. ****

Bures tritt vehement für diese Systemumstellung ein - von einer Maut als reine Benützungsgebühr hin zu einem Steuerungsinstrument, das die Verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger wie die Schiene forcieren kann. Lkws sollen demnach nicht mehr nur für die Straßenbenützung zahlen, sondern auch für die Schäden, die sie anrichten. Luftverschmutzung und Lärm - das verursacht Probleme und Kosten, für die nun die Verursacher einen Beitrag leisten sollen.

"Letztlich weiß jeder, dass Europa seine Klimaschutzziele nicht erreichen kann, wenn die Lkw-Lawine ungebremst anwächst. Daher brauchen wir die Kostenwahrheit im Verkehr und die Verlagerung auf die umweltfreundliche Schiene", so Bures.

Matteoli betonte gegenüber der Ministerin, dass er nicht grundsätzlich gegen eine Anlastung der externen Kosten (wie Luftverschmutzung und Lärm) sei. Allerdings würde die aktuelle Wirtschafts- und Finanzsituation diese Systemänderung für Italien sehr schwierig machen, so Matteoli. Er wisse, dass Österreich ein Transitland sei, aber er müsse seine Transportunternehmen im Auge behalten. Deshalb könne Italien voraussichtlich keiner Systemänderung zustimmen.

Ministerin Bures wird sich nun mit Nachdruck dafür einsetzen, dass es trotzdem heute bei den EU-Verkehrsministern zu einer Einigung kommt und damit anschließend eine Weiterentwicklung im europäischen Parlament möglich wird.

Im Gespräch mit Matteoli war auch der Brennerbasistunnel Thema. Schließlich bedarf das Projekt einer Politik der Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene und muss von beiden Seiten -Österreich und Italien - gleichermaßen getragen werden, so Bures. (Schluss)

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