- 15.10.2010, 10:55:31
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ÖAMTC: Sieben Tote bei Nebelunfällen im Jahr 2009 - Unfallgefahr im Herbst und im Freiland besonders groß (+Grafiken)
Die meisten Nebelunfälle gab's im Jahr 2009 in Niederösterreich vor Oberösterreich und Kärnten
Wien (OTS) - "Sichtbehinderungen durch plötzlich auftauchende
Nebelfelder sind im Herbst immer wieder Grund für schwere Unfälle.
Besonders groß ist die Gefahr auf Autobahnen und Landstraßen",
erklärt Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik. So
ereigneten sich im Jahr 2009 in Österreich insgesamt 267 Unfälle bei
Nebel - 72 Prozent davon passierten im Freiland, 28 Prozent im
Ortsgebiet (Quelle Statistik Austria). Die meisten Nebelunfälle gibt
es im Herbst: Von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2009 ereigneten
sich 159 Unfälle.
Der Bundesländervergleich zeigt, dass es die meisten Nebelunfälle
im Vorjahr in Niederösterreich (83) gab, gefolgt von Oberösterreich
(72) und Kärnten (32).
Die meisten Verletzten bei Nebelunfällen waren ebenfalls in
Niederösterreich zu beklagen (124), vor Oberösterreich (100) sowie
Kärnten und der Steiermark (je 44). Sieben Personen verunglückten im
Jahr 2009 bei Nebelunfällen tödlich: vier in Niederösterreich, zwei
in Kärnten, eine in der Steiermark.
"Besonders in der Früh und am Abend sollten Autofahrer mit Nebel
rechnen und entsprechend vorsichtig fahren. Nicht angepasste
Geschwindigkeit in Verbindung mit zu geringem Abstand zum Vordermann
ist nämlich Unfallursache Nummer eins", erklärt der
Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik. Bei besonders schlechter
Sicht werden Warnungen über Nebel auch im Radio durchgegeben.
"Autofahrer sollten Radiohinweise unbedingt ernst nehmen und ihr
Fahrverhalten an die Situation anpassen", rät Frisch.
Tipps des Pkw-Chefinstruktors der ÖAMTC Fahrtechnik, wie man
sicher durch den Nebel kommt:
* Abstand halten. "Ist die Sicht schlecht, orientieren sich viele
Autofahrer aus Unsicherheit an den Rücklichtern des Vordermanns und
'hängen sich an'. Dabei unterschreiten sie oft den erforderlichen
Abstand", erklärt Frisch. Bei einer Geschwindigkeit von 110 km/h
sollte ein Abstand von circa 100 Meter eingehalten werden. Das ist
aber beim "Anhängen" nicht möglich, weil das vordere Fahrzeug bereits
im Nebel verschwindet. Weiters besteht die Gefahr, dass durchs
Anhängen die Fahrgeschwindigkeiten nicht mehr den Sichtweiten
entsprechen.
* Geschwindigkeit reduzieren. "Man muss die Geschwindigkeit schon vor
einer Nebelbank den Sichtverhältnissen anpassen. Also runter vom Gas
und bremsen", rät der Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik.
Achtung: Durch die feuchte Fahrbahn wird der Bremsweg länger.
* Sichtbar machen. "Im dichten Nebel geht es ums Gesehen werden und
Sehen. Abblendlicht, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten sind
hier die beste Kombination", empfiehlt der Experte der ÖAMTC
Fahrtechnik. Auf keinen Fall darf man Fernlicht verwenden. "Fernlicht
reflektiert im Nebel und führt zur Selbstblendung. Anstatt wie
erhofft mehr zu sehen, wird bei Nebel die Sicht mit Fernlicht
schlechter", erklärt Frisch. Nebelschlussleuchten müssen bei besserer
Sicht wieder ausgeschaltet werden, weil sie nachfolgende Fahrer
blenden können.
* Rechts fahren und auf keinen Fall überholen.
* Besondere Vorsicht beim Links-Abbiegen.
* Vorsicht im Baustellenbereich. Durch den Nebel sind Markierungen
und Verkehrsführungen schwer erkennbar.
Jeder Lenker wird speziell im Herbst und im Winter mit Situationen
konfrontiert, die rasches und richtiges Handeln erfordern. In der
Praxis bleibt in den meisten Fällen keine Zeit, um sich das richtige
Verhalten zu überlegen. Bei einem Training in einem ÖAMTC Fahrtechnik
Zentrum "erfahren" die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung, wie
sie ihr Fahrzeug auch bei schwierigen Bedingungen im Griff haben.
Durch das eigene Erleben kann man das richtige Handeln und Reagieren
in kritischen Situationen trainieren.
Nähere Infos und Anmeldemöglichkeiten zu den Trainings in den
ÖAMTC Fahrtechnik Zentren gibt es online unter
www.oeamtc.at/fahrtechnik .
Aviso an die Redaktionen:
Grafiken zu dieser Aussendung sind im ÖAMTC-Fotoservice unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Dagmar Halwachs
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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