Zwei-Stufen-Dimeticon tötet auch Permethrin-resistente Läuse

Maria Enzersdorf (OTS) - Kopfläuse sind die häufigsten Parasiten bei Kindern, die Wochen nach Schulbeginn sind ihre Hochsaison. Viele leidgeplagte Eltern stellen dann fest, dass sie die Quälgeister mit den konventionellen Insektiziden wie Permethrin immer schlechter loswerden. Experten empfehlen die Anwendung physikalisch wirkender Präparate.

Das physikalisch wirkende Dimeticon-Präparat Nyda(R) zeigte sich in einer In-vitro-Studie auch gegen Permethrin-resistente Läuse zu 100% effektiv. Die Studienergebnisse wurden im Rahmen einer internationalen Konferenz von Parasitologen* vorgestellt, die heuer im Juni in der Türkei stattgefunden hat.

Jahrzehntelang kamen in der Behandlung von Kopflausbefall chemisch wirkende Insektizide zum Einsatz. Seit einiger Zeit werden nun weltweit zunehmende Resistenzen der Kopfläuse gegen die herkömmlichen Präparate beobachtet. Professor John M. Clark aus den USA konnte erstmals die Existenz einer Gen-Mutation nachweisen, die für die Resistenzen, besonders gegen Permethrin, verantwortlich ist (1). Laut Professor Clark haben weltweit 74 Prozent der Kopflauspopulationen diese Mutation. Für Österreich liegen dazu keine Daten vor, dennoch scheint es sinnvoll, auf moderne, physikalisch wirkende Kopflausmittel zu setzen. Professor Clark zeigte auch in einer aktuellen Studie, dass das Zwei-Stufen-Dimeticon Nyda(R) auch gegen Permethrin-resistente Läuse zu 100 Prozent wirksam ist.

"Gegen Kopflausmittel mit physikalischem Wirkprinzip sind Resistenzentwicklungen unwahrscheinlich", sagte Professor Jörg Heukelbach (Fortaleza/Brasilien). Diese arbeiten mit Dimeticonen -das sind Silikonöle, wie sie auch in der Kosmetik verwendet werden -und führen zum Ersticken der Läuse und der Eier.

Das Kopflausmittel Nyda(R) arbeitet mit zwei Silikonölen (Dimeticone unterschiedlicher Viskositäten). Damit dringt es tief in die Atemöffnungen der Läuse ein und verschließt diese irreversibel, so dass die Parasiten ersticken. Dass dieser denkbar einfache Wirkmechanismus zuverlässig funktioniert, wurde in einer klinischen Studie und in In-vitro-Tests bewiesen. Nyda(R) führte in einer randomisierten, kontrollierten Studie (2) bei Kindern mit teilweise starkem Kopflausbefall zu einer Erfolgsrate von 97%. Von den im Rahmen der Vergleichstudie mit 1%igem Permethrin behandelten Kindern wurden nur 68% kopflausfrei.

Wirkung gegen Läuseeier entscheidend

Eine besondere Schwierigkeit der Bekämpfung von Kopfläusen stellen die hartnäckigen Eier (Nissen) dar. Hier versagen viele herkömmliche Mittel, so dass etwa acht bis zehn Tage nach der ersten Behandlung erneut Kopfläuse schlüpfen und eine Art Teufelskreislauf beginnt. Überlegen ist die ovizide (Ei-abtötende) Wirkung des Zwei-Stufen-Dimeticons Nyda(R). In einer aktuellen Studie (3) behandelte man Läuseeier mit verschiedenen handelsüblichen Kopflausmitteln, wobei die mit Nyda(R) behandelten Eier je nach Entwicklungsstadium zu 95% bis 100% zuverlässig abgetötet wurden. Die anderen Produkte schnitten deutlich schlechter ab.

* Fourth International Conference on Phthiraptera (ICP 4) vom 13.-18. Juni 2010 in Urgup (Kappadokien), Türkei

Quellen:
(1) Lee SH et al. Sodium channel mutations associated with knockdown resistance in the human head louse, Pediculus capitis (De Geer). Pestic Biochem Physiol 2003;75:79-91

(2) Heukelbach J et al. A highly efficacious pediculicide based on dimeticone: randomized observer blinded comparative trial. BMC Infect Dis 2008, 8:115

(3) Sonnberg S et al. Ovizide Wirksamkeit von Over-the-counter Kopflausprodukten. Monatschr Kinderheilkd 2008;156(1):82-83

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