Überheblichkeit - im dümmsten Fall (von Claudia Grabner)

Ausgabe 12. Okt. 2010

Klagenfurt (OTS) - Da werden - inhaltlich richtig, verbal saftig -von Wählern und Experten Watsch?n ausgeteilt, dass es regelrecht "tscheppert": SPÖ und ÖVP würden "an den Wählern vorbeiregieren", "die Probleme, die es gibt, nicht erkennen", "den Demagogen Tür und Tor öffnen", und "am Clubfauteuil auf verlorenem Posten sitzen". Die erste Reaktion auf Wahldebakel und Schelte? Die irrige Diskussion, wer den eventuell zurücktretenden Häupls und Mareks folgen könnte ... Wenn?s aber nur das wäre! Auf die Tatsache nämlich, dass die FPÖ in den roten und schwarzen Hochburgen grast wie zu Haiders Rekordzeiten, folgt was? Schockstarre im besten Fall. Ausflüchte im schlechteren Fall. Überheblichkeit im dümmsten Fall. Die Überheblichkeit, die begann, als man das Phänomen der Rechten auf den "Sonderfall Kärnten" abputzen wollte. Und die sich fortsetzte in dem Glauben, dass "die Leut schon noch draufkommen, dass die FPÖ nicht wählbar ist" - und von allein zurückfinden werden in den roten und schwarzen Mutterschoß.

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