FORMAT: Neue Buwog-Enthüllungen aus Walter Meischbergers Tagebuch

"Habe KHG eine Million gekostet"

Wien (OTS) - Das im Sommer viel diskutierte Tagebuch von Walter Meischberger hat den Ermittlern wertvolle Hinweise für die Aufklärung der Causa Buwog geliefert. Neue brisante Notizen, die etwa Meischberger-Freund Karl-Heinz Grasser (KHG) belasten, veröffentlicht das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Ein FORMAT exklusiv vorliegender Kripo-Bericht fasst alle für das Strafverfahren Buwog relevanten Textpassagen aus dem Meischberger-Tagebuch zusammen. Das zwölf Seiten starke Polizeipapier wurde bis dato vom Bundeskriminalamt unter Verschluss gehalten, um die Ermittlungen in der politisch brisanten Causa Buwog nicht zu gefährden.

"Geri erzählt mir, das KHG etwas von der Rolle ist. Sogar ziemlich", notiert Meischberger am 20. November 2009 in sein schwarzes "Moleskine"-Notizbuch: "Das muss auch so sein. Sonst könnte er mir nicht von Geri ausrichten lassen, dass ich ihm bereits eine Million gekostet habe." Rechtsanwalt Gerald "Geri" Toifl erzählte damals seinem Mandanten Meischberger, dass er Grasser am Vorabend getroffen hatte. Grasser erschütterte damals die Mitteilung, dass alle Konten der Mandarin Group in Liechtenstein gesperrt worden sind.

Zur Erinnerung: Die Briefkastenfirma Mandarin Group hat für Meischberger Zertifikate der Meinl International Power im Wert von rund 1,4 Millionen Euro verwaltet und diente laut FORMAT auch Grasser. Der Ex-Finanzminister wickelte seinen Gewinn aus der profitablen Beteiligung an der skandalumwitterten Hypo-Group-Investorengruppe von Tilo Berlin über die Mandarin Group ab.

Karl-Heinz Grasser und Walter Meischberger - für beide gilt die Unschuldsvermutung - wollen den Sachverhalt gegenüber FORMAT nicht kommentieren.

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