• 07.10.2010, 09:59:55
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Christine Zach von der ÖAMTC AKADEMIE zur "Stadt der Zukunft" beim heutigen IBM Symposium (+Grafik)

Mobilität in der "intelligenten" Stadt - Studie der ÖAMTC AKADEMIE belegt Wunsch nach besserer Vernetzung der unterschiedlichen Lebensbereiche

Wien (OTS) - Im Jahr 2050, so die Prognose, sollen 80 Prozent der
Menschen in Städten leben. Die entstehenden Megacities stellen neue
Anforderungen an den Umgang mit Ressourcen, ökonomischen Aktivitäten
und Verkehrsaufkommen. Die Weichen dafür müssen heute schon gestellt
werden. Informationstechnologien sollen die Megacities der Zukunft zu
"intelligenten" Städten machen. "Smarter Cities" ist das Thema des
heurigen IBM Symposiums, das heute im Messe Center Wien stattfindet.
Christine Zach, Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE, skizziert als
Teilnehmerin an der Podiumsdiskussion, wie die Mobilität in der Stadt
der Zukunft aussehen könnte.

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Gesellschaft mehr und mehr
auf Mobilität mit dem privaten Pkw gesetzt. Wohnen, Arbeiten und
Einkaufen wurde an die Stadtränder oder überhaupt auf die grüne Wiese
verlegt, die Stadtzentren wurden für die Arbeit in
Dienstleistungsbetrieben und Verwaltung, für kulturelle Aktivitäten,
für den Besuch von Restaurants und Events aufgesucht. "Mittlerweile
sind viele Menschen unzufrieden mit den langen Wegen zwischen den
verschiedenen Lebensbereichen", erklärt Zach. Diesen Schluss lässt
zumindest die Studie "Mobilität im Wandel" zu, die von der ÖAMTC
AKADEMIE in Auftrag gegeben und vom Institut für Systemische
Marktforschung MAFOS und INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung
durchgeführt worden war.

1.000 Führerscheinbesitzer aus Österreich wurden dafür im Mai 2010
telefonisch befragt, um herauszufinden, welche Einstellungen die
Österreicher zur Mobilität haben. Bei der Erhebung der
wünschenswerten Zukunft kam die systemische Fragetechnik zum Einsatz:
"Angenommen, über Nacht passiert ein Wunder und am nächsten Tag haben
sich alle (Mobilitäts)Probleme in Luft aufgelöst: Woran würden Sie am
nächsten Tag erkennen, dass dieses Wunder passiert ist?", lautete die
Frage. "Die mit Abstand größte Zustimmung erhielten dabei die
Aussagen 'Nahversorgung, Nähe von Wohnung und Arbeitsplatz und
Naherholung hätten wieder an Wert gewonnen' und 'Der öffentliche
Verkehr hätte mehr Qualität' - also z.B. eine höhere Frequenz oder
eine höhere Geschwindigkeit", fasst die Leiterin der ÖAMTC AKADEMIE
zusammen. Insgesamt 85 bzw. 82 Prozent stimmten den beiden Aussagen
zu, gefolgt von dem Wunsch nach emissionsfreien Fahrzeugen mit 76
Prozent.

Senioren haben ein hohes Potenzial für innovative
Mobilitätslösungen

Interessant dazu sind die Details: Das Zusammenrücken von
Nahversorgung, Wohnen und Arbeiten wurde von 83 Prozent der Männer
und 87 Prozent der Frauen befürwortet, die Zustimmung stieg
kontinuierlich mit dem Alter an (18- bis 29-Jährige 74 Prozent, 60
Jahre und älter 89 Prozent). "Bei der Gemeindegröße besteht
interessanterweise kaum ein Unterschied - Befragte aus Gemeinden
unter 5.000 Einwohnern hatten mit 86 Prozent nur geringfügig häufiger
dieser Aussage zugestimmt als Befragte aus Wien mit 84 Prozent", sagt
die Leiterin der ÖAMTC AKADEMIE. Heimarbeitsplätze, auch Teleworking
genannt, wurden von 58 Prozent der Befragten als Lösung für die
Mobilitätsprobleme genannt. Die konkrete Aussage lautete "es gäbe
mehr Heimarbeitsplätze (Teleworking)".

Die bemerkenswertesten Unterschiede zwischen den Generationen
weisen folgende Visionen auf: Dass es in einer wünschenswerten
Zukunft deutlich mehr Kleinwagen gibt, erhält von den über
60-Jährigen eine Zustimmung von 80 Prozent, bei den 18- bis
29-Jährigen hingegen nur von 43 Prozent. Ähnlich verhält es sich mit
der Zukunftsaussicht "Nutzen statt besitzen". Nur 39 Prozent
Zustimmung erhält die Aussicht auf mehr Verzicht bei den 18- bis
29-Jährigen, hingegen 67 Prozent bei den über 60-Jährigen. Das
bestätigt auch eine Befürwortung von 66 Prozent für
"Fahrgemeinschaftsbörsen im Internet" bei den Senioren, im Gegensatz
von 43 Prozent bei den Führerscheinneulingen. Die mittleren
Altersgruppen liegen auch mit ihren Votings dabei im Mittelfeld.

Auto gewinnt vor mobilem Internet

Passend dazu wurde in der Studie der ÖAMTC AKADEMIE auch gefragt,
worauf die Menschen eher verzichten könnten - auf mobiles Internet
oder auf das Auto. "82 Prozent der Befragten könnten eher auf mobiles
Internet verzichten, 18 Prozent eher auf das Auto", erklärt Zach.
Interessant sind hier die Detailergebnisse nach Altersgruppen: Eher
auf das Auto verzichten könnten 14 Prozent der 18-29-Jährigen, 30
Prozent der 30-39-Jährigen, 16 Prozent der 40-49-Jährigen, nur 9
Prozent der 50-59-Jährigen und 18 Prozent der Menschen im Alter von
60 Jahren und älter. "Große Unterschiede gibt es - fast
logischerweise - bei der Zuordnung nach Wohnort. Die Wiener könnten
zu 30 Prozent eher auf das Auto verzichten, Bewohner von Gemeinden
unter 5.000 Einwohnern nur zu 13 Prozent", fasst die
Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE abschließend zusammen.

Nähere Informationen zur Studie "Mobilität im Wandel" und zur
ÖAMTC AKADEMIE findet man online unter www.oeamtc-akademie.at.

Aviso an die Redaktionen:
Grafiken zu dieser Aussendung sind ist im ÖAMTC-Fotoservice unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar.

Rückfragehinweis:
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Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
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