- 06.10.2010, 15:37:45
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Lange Nacht im Bestattungsmuseum Wien mit neuerlichem Besucherrekord
4.750 Besucher - Musik mit Jenseitstouch - Pichowetz und Faber im Sarg
Wien (OTS) - "Mit 4.750 BesucherInnen haben wir einen neuen Rekord
geschafft. Eine tolle Zahl. Das Bestattungsmuseum gehört ja zu den
kleinen Wiener Museen", freut sich Bestattung und Friedhöfe
Wien-Prokurist Mag. Wolfgang Weiss. Das Bestattungsmuseum hatte zum
zehnten Mal an der "Langen Nacht der Museen" teilgenommen. Und
angesichts dieses Jubiläums ein besonders üppiges Programm auf die
Beine gestellt. Ein Gutteil davon war im riesigen und stimmungsvoll
beleuchteten Innenhof der Bestattung Wien zu genießen.
Kinderakzent "Crazy Coffins"
Mit Saxophon und Trompete spielten die "Crazy Coffins" (Verrückte
Särge), eine tolle Kinderformation aus der Sargfabrik im 14. Bezirk,
die "Lange Nacht" ein. Dieser Programmpunkt wie auch Laternenbasteln
und Sargbemalen kamen dem Wunsch des ORF nach speziellen
Kinderaktivitäten in der Museumsnacht nach. Musik war überhaupt
Trumpf: Musicalhits mit einem Blick ins Jenseits aus "Elisabeth",
"Rocky Horror Picture Show" und dem "Tanz der Vampire" erklangen bis
zur Geisterstunde. Teil der Bühnenshow war die historische, von
schweren Norikern gezogene Bestattungskutsche, die bei der Bestattung
Wien für Trauerfeiern bestellt werden kann.
Leichenschmaus mit Würsteln, Schmarren und alkoholfreiem Bier
Beim Gratis-Leichenschmaus gab es scharfe Debreziner, süßen
Kaiserschmarren und alkoholfreies Bier. Toni Faber, Dompfarrer von
St. Stephan, sprach das Tischgebet. Und berührte mit dem russischen
Märchen vom Rabbi, der sich von Gott den kleinen Unterschied zwischen
Himmel und Hölle zeigen lässt. In Paradies wie auch Inferno sitzen
die Menschen um einen wohlgedeckten Tisch. Mit überlangen Löffeln
erreichen sie die Speisen - können sie aber nicht zum Mund führen.
Die Verdammten gehen vor den vollen Schüsseln zugrunde. Die im Himmel
leben aber sind wohlgenährt. Denn sie füttern einander gegenseitig.
2.100 beim Sarg-Probeliegen
Beim Sargtest zeigten sich wie gewohnt lange Schlangen. Auch Toni
Faber probierte. Denn: "Wie mein Begräbnis ausschauen soll, habe ich
schon fixiert. Nur den Sarg muss ich erst aussuchen." Gerald
Pichowetz tat es ihm nach seinem vielbeklatschten Kurzauftritt nach.
Der chromblitzende "Amerikaner", ein Sarkophag mit
Hollywood-Qualitäten, gefiel ihm, noch spannender fand er aber den
XXL-Sarg: "Da kann man ja sogar schwimmen." Auch viele weitere
Programmpunkte sowie die permanenten Führungen im Bestattungsmuseum
überzeugten. "Sie haben sich am meisten angestrengt", vergaben drei
Besucherinnen um die Zwanzig die Bestnote an die Bestattung Wien.
Das Bestattungsmuseum der Bestattung Wien
Hunderte Ausstellungsstücke geben einen umfassenden und bisweilen
amüsanten Einblick in Bestattungswesen und Begräbnisrituale. Zu den
meist beachteten Exponaten gehören ein Rettungswecker, der vor dem
gefürchteten Scheintod bewahren sollte, ein Stilett für den Herzstich
und der wieder verwendbare Klappsarg aus dem 18. Jahrhundert. Weitere
Informationen auf www.bestattungwien.at.
Rückfragehinweis:
Mag. Helga Bock
B&F Wien - Bestattung und Friedhöfe GmbH | Kommunikation
Tel. (01) 501 95-4112 | Mobil 0664/623 12 21
[email protected]
www.bestattungwien.at
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