Schubhaft verletzt Kinderrechte!

Wien (OTS) - Die Österreichischen Kinderfreunde und Roten Falken zeigen sich entsetzt über die erneuten Kinderrechtsverletzungen durch den österreichischen Staat, nachdem zwei neunjährige Kinder in Wien von der Fremdenpolizei in Schubhaft genommen wurden.

"Wenn neunjährige Kinder in Schubhaft genommen werden, dann läuft etwas falsch in diesem Staat.", so Gernot Rammer, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde. Rammer zeigt sich entsetzt über die gängige Praxis in Österreich: Es sei unfassbar, dass Kindern ein solches Trauma zugefügt werde, nur damit sich die Innenministerin weiter als eiserne Lady positionieren könne. Die Kinder wurden in aller Frühe gemeinsam mit ihrem Vater von der Polizei abgeholt und sitzen jetzt in Schubhaft, während sich die Mutter in psychiatrischer Behandlung befindet. "Es ist ein unwürdiges Schauspiel, dass hier Kinder für unmenschliche Law-and-Order-Politik herhalten müssen", so Rammer weiter.

Auch die Roten Falken haben kein Verständnis für die Vorgangsweise: "Es ist nicht mit der UN-Kinderrechtskonvention vereinbar, dass Kinder, die geflüchtet sind, bei uns wie Schwerverbrecher behandelt werden.", stellt Michael Schinninger, Bundesvorsitzender der Roten Falken, klar. Die Innenministerin solle aufhören, Kinder- und Menschenrechte zu verletzen und die traumatisierten Mädchen gemeinsam mit ihrem Vater so schnell wie möglich wieder freilassen.

Die Kinderfreunde und Roten Falken kämpfen seit über zwei Jahrzehnten für die Umsetzung der Kinderrechtskonvention in Österreich, die Schubhaft für Minderjährige eindeutig untersagt. Zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November organisieren die Kinderfreunde österreichweit Aktionen zum Thema Rechte von Flüchtlingskindern und fordern vehement die Abschaffung von Schubhaft für Minderjährige.

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Mag. (FH) Daniel Bohmann, Tel.: 01 / 512 12 98 / 60

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