• 05.10.2010, 09:42:03
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GLOBAL 2000 fordert von Raiffeisen unternehmerische Verantwortung: Keine Beteiligung an Mochovce!

Veranstaltung "Erfolg mit FAIRantwortung" in St. Pölten - GLOBAL 2000 appelliert an Raiffeisen-Vorstand

St. Pölten (OTS) - Im Rahmen der heutigen Veranstaltung "Erfolg
mit Verantwortung" diskutieren PolitikerInnen in St. Pölten über die
Zukunft unternehmerischer Verantwortung. Mit dabei ist die
Präsidentin der Niederösterreichischen Wirtschaftskammer,
Kommerzialrätin Sonja Zwazl und der Umweltminister Niki Berlakovich.
"Frau Zwazl sitzt im Raiffeisen-Vorstand, Raiffeisen hält 21,4
Prozent des Baukonzerns STRABAG - der baut mit am Schrottreaktor
Mochovce 3/4. Unternehmerische Verantwortung sieht anders aus",
stellt Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher der
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 klar. Die UmweltschützerInnen
wollen die Veranstaltung nutzen und das Thema unternehmerische
Verantwortung konkret machen.
Im Gespräch mit GLOBAL 2000 hatte STRABAG-Chef Hans Peter
Haselsteiner erklärt, er werde jeden AKW-Auftrag annehmen. Damit
schädigen Haselsteiner und die STRABAG nachhaltig die Glaubwürdigkeit
der atomkritischen Haltung Österreichs. "Die klaren Aussagen der
österreichischen Bundesregierung zu der geplanten Verlängerung der
AKW-Laufzeiten in Deutschland werden durch unternehmerisches
Verhalten verwässert. Raiffeisen hat es jetzt in der Hand, ein
starkes Zeichen gegen Atomkraft und für Corporate Responsibility zu
setzen - indem es die Aktien des Atomkraftwerkbauers STRABAG
verkauft", fordert Uhrig. Mit dem Erlös der 24 Millionen
STRABAG-Aktien in Höhe von geschätzten 500 Millionen Euro kann die
Raiffeisen-Tochter RENERGIE Windkraftanlagen mit über 500 MW Leistung
errichten. "So hätten wir eine höhere nachhaltige Energieerzeugung an
Stelle eines weiteren hochgefährlichen Mochovce-Blocks! Jetzt ist der
richtige Zeitpunkt für unternehmerische Verantwortung", so Uhrig.

Gegen den Bau des Atomkraftwerks sind von GLOBAL 2000 eine Klage bei
den Vereinten Nationen, eine EU-Beschwerde bei der Europäischen
Kommission und eine Klage beim slowakischen Höchstgericht anhängig.

Direktlink zum Protest-Video: 150 Windräder an Stelle eines
Atomkraftwerk mit Raiffeisen-Geld:
http://www.youtube.com/watch?v=NWe-Zg1OQxc

Direktlink zur Raiffeisen-Infotour von GLOBAL 2000 mit Bildern von
weiteren Politikerbesuchen:
www.flickr.com/photos/global2000/sets/72157625002132212/

Rückfragehinweis:
Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, Simonne Baur, Tel.: 0699/14 2000 23, E-Mail: [email protected]

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