- 03.10.2010, 11:21:05
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"Heute sind mutige Christen gefragt"
Neuer Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics im Wiener Stephansdom bei der "Marienfeier"
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Wien (OTS) - Wien, 03.10.10 (PEW) "Heute sind mutige und
glaubwürdige Christen gefragt": Dies betonte der neue Eisenstädter
Bischof Ägidius Zsifkovics am Samstagabend im Wiener Stephansdom bei
der "Marienfeier" zum Auftakt des "Rosenkranz-Monats" Oktober.
Wörtlich sagte Zsifkovics: "Nicht der religiöse Beamte wird
gebraucht, sondern der Bekenner. Nicht der geistliche Funktionär,
sondern der Zeuge ist gefragt, der für den Glauben Zeugnis gibt".
Maria sei dafür das Vorbild, von ihr könnten die Christen viel für
ihre "Lebenswallfahrt", ihren Weg durch diese Welt lernen.
Die "Marienfeier" - eine seit fünf Jahren übliche "junge Tradition"
- begann in der Franziskanerkirche mit dem Rosenkranzgebet. Von dort
zogen hunderte Gläubige mit Bischof Zsifkovics an der Spitze in einer
Lichterprozession zum Stephansdom. Dompfarrer Anton Faber begrüßte
den neuen Eisenstädter Bischof mit herzlichen Worten im Dom und
versicherte ihn des Gebets der Dompfarre für den bischöflichen Dienst
im Herzen Mitteleuropas. Bischof Zsifkovics betonte seinerseits seine
Verbundenheit mit dem Stephansdom; als Generalsekretär der
Österreichischen Bischofskonferenz habe er oft im Dom im Gebet
"Stille und Inspiration" gesucht. Es freue ihn besonders, dass er am
50. Jahrestag der Weihe des Festgeläuts von St. Stephan im Dom seinen
ersten feierlichen Gottesdienst zelebrieren könne.
In seiner Predigt erinnerte Bischof Zsifkovics daran, dass die
Christen von Maria drei Dinge lernen können. Maria bleibe in ihrem
Leben nicht sitzen im Haus von Nazaret, sie mache sich immer wieder
"auf den Weg". Heute seien die Christen mitunter "taub und müde"
geworden, sie "sitzen lieber als sich wieder von neuem auf den Weg
zu machen". Zsifkovics: "Das Evangelium ist Wegweisung, nicht
Sitzordnung. Der Glaube will nicht nur im Sitzungssaal beredet
werden, er muss in den Familien und Pfarrgemeinden gelebt werden".
Ein zweiter Aspekt sei, dass die Apostel "weggelaufen" sind, als es
ernst wurde, während Maria stehen blieb. Zsifkovics: "Ist unsere
heutige Situation nicht oft geprägt von Feigheit und Wehleidigkeit:
Schlimme Verhältnisse werden beklagt, während man zugleich vor den
Herausforderungen davonläuft. Maria unter dem Kreuz ist dazu das
Gegenprogramm". Maria sei aber auch Fürsprecherin, die nach dem
Bericht der Apostelgeschichte mit den Aposteln im Abendmahlsaal
("Cenacolo") im Gebet verharrte. Das sei ein Hinweis darauf, das
Gebet "wieder zu entdecken und zu praktizieren". Abschließend
betonte der neue Eisenstädter Bischof: "Wir brauchen Maria, um als
Christen in dieser Zeit des Umbruchs und der Verunsicherung sicher
und orientiert durch das Leben zu gehen". (forts)
Rückfragehinweis:
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