- 01.10.2010, 09:25:25
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Welttierschutztag 2010: VIER PFOTEN warnt vor versteckter Tierquälerei in Kleidung
Wien (OTS) - Die Temperaturen gehen zurück: In den nächsten Wochen
steigt die Nachfrage nach Winterkleidung. Anlässlich des
Welttierschutztages am 4. Oktober ruft die Tierschutzstiftung VIER
PFOTEN Verbraucher dazu auf, auf den Kauf von Artikel mit
Bestandteilen aus Massentierhaltung zu verzichten.
Etwa 30 Millionen Nerze und Füchse werden in Europa jährlich unter
grausamen Bedingungen gezüchtet und qualvoll getötet, um als
modisches Pelz-Accessoire zu enden. Einfärbungen und modische
Weiterverarbeitungen der Pelze sollen den Käufer zum Konsum
verleiten. "Wir lehnen die Tötung von Pelztieren für die
Pelzgewinnung entschieden ab", erklärt Johanna
Stadler-Wolffersgrün, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. "In diesem
Herbst warnen wir besonders wieder vor verstecktem Pelz, denn bunt
eingefärbter, flauschiger Besatz wird von vielen Käufern nicht als
Tierfell erkannt. Echtpelz, der dieses Jahr leider immer wieder bei
kostenkünstigen Textilketten angeboten wird, kann man auf zwei Arten
erkennen: Einerseits ist zu überprüfen, ob das Fell auf Stoff oder
Leder aufliegt. Bei Ledergrund handelt es sich um Echtpelz. Außerdem
kann man ein oder zwei Haare des Pelzes ansengen - riecht es nach
verbrannten Haaren, waren dies gleichsam die Haare eines Tieres."
VIER PFOTEN fordert daher dringend eine klare
Kennzeichnungspflicht. Die Herkunft eines Felles, die verwendete
Tierart und die Haltungsbedingungen für das Tier müssen transparent
sein. Die zentrale Forderung der internationalen
Tierschutzorganisation ist aber ein Verbot der Pelztierhaltung und
ein umfassendes Handelsverbot für sämtliche Pelzprodukte. In
Österreich, der Schweiz, Großbritannien und Italien ist
Pelztierhaltung seit Jahren verboten.
Auch bei Daunenprodukten gibt es keine Verbrauchersicherheit. Der
Käufer kann nicht überprüfen, ob die Federn vom toten Tier stammen
oder den Gänsen lebendig ausgerissen wurden. Diese Art der
Daunengewinnung ist in der ganzen EU nur bei toten Tieren erlaubt,
der illegale Lebendrupf ist besonders in Osteuropa jedoch weit
verbreitet. Die Gänse werden pro Jahr bis zu vier Mal brutal gerupft.
Die so gewonnenen Daunen landen schließlich in Bettdecken und
Daunenjacken.
Niemand kann nachprüfen welche Daunen ein Produkt enthält. VIER
PFOTEN fordert deshalb strenge Kontrollen sämtlicher
Gänsehaltungsbetriebe in Bezug auf Lebendrupf.
"Verbraucher bestimmen durch ihre Kaufentscheidung maßgeblich,
welche Waren auf den Markt kommen und sich dort halten. Damit liegt
die Verantwortung, ob Tiere wegen ihres Felles oder Federkleides
leiden müssen, bei jedem Einzelnen", sagt Stadler.
Rückfragehinweis:
Presserückfragen an VIER PFOTEN: Mag. Nunu Kaller Press Office Austria Tel: +43-1-545 50 20-66 Mobile: +43 664 308 63 03 Fax: +43 1 545 50 20-99 [email protected]
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