- 30.09.2010, 11:45:58
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Marek: Corporate Governance Kodex sichert attraktiven Finanzmarkt
Staatssekretärin beim Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance
Wien (OTS/BMWFJ) - "Österreich muss als Finanz- und Kapitalmarkt
attraktiv bleiben, auch und vor allem in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten. Der 'Corporate Governance Kodex', ein Regelwerk für
verantwortungsvolle Führung und Leitung von Unternehmen in
Österreich, ist dazu unerlässlich", betonte Christine Marek,
Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und
Jugend, am Donnerstag in Wien in einem Statement vor dem
Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance. Dieser habe
bewiesen, dass er sensible Themen anpacken und ausgewogene Lösungen
suchen könne. Der Kodex enthalte Regelungen für Managergehälter, für
Begrenzungen der Aufsichtsratsmandate, für die Unabhängigkeit und
Qualifizierung des Aufsichtsrates und für Diversität innerhalb des
Aufsichtsrates.
Es sei eine Folge dieses Kodex, so die Staatssekretärin weiter,
dass Anleger auf leicht zugängliche und verständliche Art und Weise
relevante und aussagekräftige Informationen erhalten und das
unternehmerische Handeln besser beurteilt, bewertet und kontrolliert
werden könne. Marek: "Durch nachhaltige Unternehmensführung, den
Fokus auf Langfristigkeit, effektive Unternehmenskontrolle und mehr
Transparenz wird auch in schwierigen Kapitalmarktphasen das Vertrauen
von Investoren und Emittenten am österreichischen Kapitalmarkt
gewonnen und gestärkt."
Frauen in der Wirtschaft
Begrüßenswert sei, so die Staatssekretärin, dass der Kodex für die
Unternehmen eine Empfehlung beinhalte, bei der Zusammensetzung des
Aufsichtsrates auf Diversität, also auf die Vertretung beider
Geschlechter, zu achten und im jährlich zu erstellenden Bericht zur
Einhaltung des Corporate Governance Kodex auf der Website der
Gesellschaft zu veröffentlichen. Allerdings machte Marek in ihren
Ausführungen kein Hehl daraus, dass es das Ziel sein müsse, aus der
Empfehlung eine echte Selbstverpflichtung zu machen.
In dem Bericht seien auch konkrete Maßnahmen anzuführen, die
innerhalb des Unternehmens zur Förderung von Frauen im Vorstand, im
Aufsichtsrat und in leitenden Stellen gesetzt wurden. Mit einem
Frauenanteil von derzeit 8,7 Prozent in den Aufsichtsräten seien die
österreichischen Unternehmen noch weit von einer ausgewogenen
Diversität entfernt, gab Marek zu bedenken.
Um ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter zu erreichen, sei
es allerdings auch notwendig, Frauen auf dem Weg an die
Unternehmensspitze zu unterstützen und zur Übernahme von
Führungspositionen zu motivieren. Dazu sei von ihr gemeinsam mit der
Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung das
Führungskräfteprogramm "Zukunft.Frauen" ins Leben gerufen worden,
eine Plattform für Networking, Mentoring, Vernetzen und Austauschen
mit österreichischen und internationalen Topmanagern. Es gebe aber
auch Workshops mit prominenten Vortragenden aus Wirtschaft und
Wissenschaft zu Unternehmensführung, Aufsichtsratstätigkeit,
Personalmanagement, Rhetorik und Präsentation, Konfliktmanagement und
Verhandlungsführung.
Die Anmeldefrist für den zweiten Durchgang mit Start am 20. Jänner
2011 läuft bis zum 1. November 2010. "Ich fordere alle qualifizierten
Frauen, die in ihrem Unternehmen als potenzielle Kandidatinnen für
einen Führungsjob gelten und auf dem Weg ins Top-Management sind,
auf, dieses Angebot anzunehmen und sich so für diese Aufgabe
vorzubereiten", schloss Marek.
Näher Informationen zum neuen Führungskräfteprogramm erhalten Sie
unter www.zukunft-frauen.at
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft,Familie und Jugend Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl Tel.: +43 (01) 711 00-5838 Presseabteilung: Dr. Harald Hoyer +43 (01) 711 00-2058 [email protected] www.bmwfj.gv.at
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