- 26.09.2010, 12:36:28
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Familienverband: Wirtschaftswachstum in Familienförderung umleiten
KFÖ-Präsident Steindl fordert Valorisierung der Familienleistungen und "volkswirtschaftliche Gesamtrechnung"
Wien, 26.09.10 (KAP) Angesichts der jüngsten positiven
wirtschaftlichen Wachstumsprognosen fordert der Katholische
Familienverband Österreichs (KFÖ), die geplanten Kürzungen im
Familienbereich zurückzunehmen. Das von Wifo und IHS prognostizierte
Wachstum für 2010 und 2011 um jährlich rund zwei Prozent bedeute
auch ein Mehr an Steuereinnahmen. Diese gelte es nun sinnvoll zu
investieren und etwa in den budgetär stark belasteten
Familienbereich umzuleiten, "da der Familienbereich zentral für die
Zukunft unserer Gesellschaft ist", so KFÖ-Präsident Clemens Steindl
in einer Presseaussendung am Sonntag.
In den vergangenen Jahren habe die Politik die Leistungen, die
Familien für Staat und Gesellschaft erbringen, in Form des neuen
Kinderbetreuungsgeldes, der steuerlichen Absetzbarkeit der
Kinderbetreuungskosten oder der 13. Familienbeihilfe anerkannt.
Festgehalten seien diese positiven Leistungen etwa im jüngsten
"Familienbericht". Diesen "notwendigen Paradigmenwechsel in der
Familienpolitik" dürfe man nicht "durch Budgetkürzungen gleich
wieder umkehren", indem man im Familienbereich "den Sparstift
regieren lässt", mahnte Steindl.
Es sei daher angesichts der positiven Wirtschaftsdaten an der Zeit,
endlich die Wertanpassung (Valorisierung) der Familiengelder
einzuführen, um den realen Wertverlust der Familienleistungen
aufzufangen. Weiters plädierte Steindl für eine
"volkswirtschaftliche Gesamtrechnung", die die Leistungen der
Familien schwarz auf weiß festhält. Gäbe es eine solche
Gesamtrechnung, so würde man von einer Kürzung im Familienressort in
der kolportierten Höhe von 1,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2014
"sicher absehen".
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