- 24.09.2010, 09:00:22
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GLOBAL 2000-Erfolg: Verbot der hormonellen wirksamen Chemikalie BPA angekündigt!
Kampagne der Umweltschutzorganisation zeigt Wirkung: Gesundheitsministerium sieht Handlungsbedarf - BPA-Verbot für Kinderprodukte in Planung
wien (OTS) - Vor einem Jahr hat die Umweltschutzorganisation
GLOBAL 2000 die hormonell wirksame Chemikalie Bisphenol A (BPA) in
Schnullern, Fläschchen und Kinderspielzeug nachgewiesen und eine
Kampagne für ein Verbot von BPA gestartet. In Gesprächen mit dem
Ministerium wurde nun ein BPA-Verbot für diese Produkte angekündigt.
"Wenn der Minister seine Ankündigung wahr macht, dann ist das ein
riesen Schritt zum Schutz der Gesundheit von Babys und Kleinkindern",
freut sich Daniela Hoffmann, Chemie-Expertin von GLOBAL2000, über den
Kampagnen-Erfolg.
Von GLOBAL 2000 bei einem akkreditierten Labor in Auftrag gegebene
Versuche zeigten, dass der bloße Kontakt der Schnuller mit dem
Speichel schon nach einer Stunde zur Freisetzung relevanter Mengen
von BPA führen kann. Babys, die an BPA-Schnullern saugen, nehmen
diese Chemikalie über die Mundschleimhaut auf. "Gerade Säuglinge und
Kleinkinder reagieren besonders empfindlich auf hormonell wirksame
Umweltgifte. Das liegt zum einen daran, dass in diesem Alter
besonders störungsanfällige Entwicklungsprozesse ablaufen und zum
anderen die Fähigkeit, Schadstoffe abzubauen, noch nicht ausgereift
ist", so Hoffmann.
Bisphenol A kann in der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung
nachgewiesen werden. Zahlreiche Studien belegen, dass gerade Babys
und Kleinkinder mit den höchsten Konzentrationen der Hormonchemikalie
belastet sind und dass besonders Föten im Mutterleib einer erhöhten
Gesundheitsgefahr durch Bisphenol A ausgesetzt sind. Die Störung
hormongesteuerter Prozesse in diesem sensiblen Stadium der
Entwicklung, können beträchtliche gesundheitliche Folgen verursachen,
wie z.B. eine erhöhte Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken,
Unfruchtbarkeit, Missbildungen an den Geschlechtsteilen und kognitive
Defizite aufgrund von Fehlbildungen während der Hirnentwicklung.
GLOBAL 2000 fordert einen nationalen Aktionsplan gegen BPA. "Das
angekündigte Verbot ist sicher ein wichtiger, aber auch nur ein
erster Schritt. Werdende Mütter stellen eine besondere Risikogruppe
dar, wir benötigen Maßnahmen, um gerade Risikogruppen vor Bisphenol A
zu schützen. Wenn wir BPA im Blut nicht akzeptieren wollen, brauchen
wir ein Verbot in allen Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt
kommen. Nur so kann die Belastungssituation erheblich verbessert
werden", so Hoffmann.
Rückfragehinweis:
Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, Simonne Baur, Tel.: 0699/14 2000 23, E-Mail: [email protected]
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