Migranten sind die neuen Frauen (von Eva Weissensteiner)

Ausgabe 23. Sep. 2010

Klagenfurt (OTS) - Sie sind auf Managementebene kaum zu finden, stoßen an gläserne Decken und werden schlechter bezahlt als gleichwertig qualifizierte Kollegen - kommt Ihnen das bekannt vor? Mir auch. Doch nicht von der Arbeitswelt der Frauen ist hier die Rede, sondern von jener der Menschen mit Migrationshintergrund. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Menschen mit ausländischen Wurzeln häufig Tätigkeiten ausüben, für die sie überqualifiziert sind. Sie werden oft nur deshalb eingestellt, weil kein Inländer für das angebotene Gehalt den Job machen wollte. Überrepräsentiert sind sie in der Produktion, drastisch unterrepräsentiert im Management. Und genau das ist die Crux: Wer nicht an den Schalthebeln sitzt, kann auch nicht steuern. Frauen erleben dies seit Jahrzehnten und die Vorstandsetagen österreichischer Unternehmen sind noch immer zu 95 Prozent männlich besetzt. Allzu große Hoffnungen auf bessere Aufstiegschancen sollten sich die Migranten daher nicht machen ...

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