Heinisch-Hosek zur Einkommenstransparenz: Ein Meilenstein wird umgesetzt

Unterstütze EU-Kommission dabei, die Themen gleicher Lohn für gleiche Arbeit und mehr Frauen in Führungspositionen anzugehen

Wien (OTS/SK) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist zuversichtlich, dass etliche Unternehmen die Einkommenstransparenz in ihren Betrieben bereits vor der gesetzlich vorgesehenen Terminisierung - bis 2014 für alle Unternehmen bis 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - umsetzen werden. "Dafür werbe ich", so die Frauenministerin am Mittwoch bei einer "Der Standard"-Podiumsdiskussion der "Professional Learning Austria 2010". "Die gesetzlich festgeschriebene Einkommenstransparenz ist ein Meilenstein", betonte Heinisch-Hosek und verwies darauf, dass Österreich bei der Einkommensschere Vorletzter in der EU sei. ****

Die Frauenministerin erinnert daran, dass etwa in Schweden ein geschlechtsspezifischer Einkommensunterschied von lediglich 6 Prozent bestehe, während Frauen in Österreich für die gleiche Arbeit um 18 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen bei gleicher Qualifikation auf das Gehaltskonto überwiesen bekommen. "Ich freue mich daher auch sehr, dass die EU-Kommission in ihrer Fünfjahresstrategie die Themen Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und mehr Frauen in Führungspositionen angehen will. Und ich unterstütze vor allem auch, dass die Kommission das anhand von Quoten festschreiben will", so Heinisch-Hosek. Denn mit den Einkommensberichten und mehr Frauen in Führungspositionen könne die Einkommensschere schneller geschlossen werden.

Als weitere wichtige Maßnahmen, um die Einkommensschere zu schließen, sieht Heinisch-Hosek einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer sowie eine gesellschaftliche Akzeptanz von Kind und Karriere.

Die Kindergeld-Evaluierung habe ergeben, dass die Hälfte der Frauen gar nicht mehr in den Beruf einsteigt und die andere Hälfte dequalifiziert einsteigt. "Jetzt gibt es fünf Varianten des Kindergelds - und mit dem einkommensabhängigen Kindergeld auch mehr Anreize für Väter in Karenz zu gehen." Daran schließe sich die Kampagne der Frauenministerin an, die im Herbst starten werde und sich an Unternehmen richtet, um Stimmung für Väterkarenz zu machen.

Abschließend betonte die Frauenministerin: "Ich glaube nicht, dass sich die Einkommensschere von heute auf morgen schließen wird. Aber ich bin sicher, dass sich der Equal Pay Day, der Tag, ab dem die Frauen aufgrund des Gender Gaps für den Rest des Jahres gratis arbeiten, nach hinten verschieben lässt." Der Equal Pay Day findet in Österreich am 29. September statt. (Schluss) up

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