- 22.09.2010, 15:46:39
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Heinisch-Hosek zur Einkommenstransparenz: Ein Meilenstein wird umgesetzt
Unterstütze EU-Kommission dabei, die Themen gleicher Lohn für gleiche Arbeit und mehr Frauen in Führungspositionen anzugehen
Wien (OTS/SK) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist
zuversichtlich, dass etliche Unternehmen die Einkommenstransparenz in
ihren Betrieben bereits vor der gesetzlich vorgesehenen
Terminisierung - bis 2014 für alle Unternehmen bis 150
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - umsetzen werden. "Dafür werbe
ich", so die Frauenministerin am Mittwoch bei einer "Der
Standard"-Podiumsdiskussion der "Professional Learning Austria 2010".
"Die gesetzlich festgeschriebene Einkommenstransparenz ist ein
Meilenstein", betonte Heinisch-Hosek und verwies darauf, dass
Österreich bei der Einkommensschere Vorletzter in der EU sei. ****
Die Frauenministerin erinnert daran, dass etwa in Schweden ein
geschlechtsspezifischer Einkommensunterschied von lediglich 6 Prozent
bestehe, während Frauen in Österreich für die gleiche Arbeit um 18
Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen bei gleicher
Qualifikation auf das Gehaltskonto überwiesen bekommen. "Ich freue
mich daher auch sehr, dass die EU-Kommission in ihrer
Fünfjahresstrategie die Themen Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und
mehr Frauen in Führungspositionen angehen will. Und ich unterstütze
vor allem auch, dass die Kommission das anhand von Quoten
festschreiben will", so Heinisch-Hosek. Denn mit den
Einkommensberichten und mehr Frauen in Führungspositionen könne die
Einkommensschere schneller geschlossen werden.
Als weitere wichtige Maßnahmen, um die Einkommensschere zu schließen,
sieht Heinisch-Hosek einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem
ersten Lebensjahr und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
für Frauen und Männer sowie eine gesellschaftliche Akzeptanz von Kind
und Karriere.
Die Kindergeld-Evaluierung habe ergeben, dass die Hälfte der Frauen
gar nicht mehr in den Beruf einsteigt und die andere Hälfte
dequalifiziert einsteigt. "Jetzt gibt es fünf Varianten des
Kindergelds - und mit dem einkommensabhängigen Kindergeld auch mehr
Anreize für Väter in Karenz zu gehen." Daran schließe sich die
Kampagne der Frauenministerin an, die im Herbst starten werde und
sich an Unternehmen richtet, um Stimmung für Väterkarenz zu machen.
Abschließend betonte die Frauenministerin: "Ich glaube nicht, dass
sich die Einkommensschere von heute auf morgen schließen wird. Aber
ich bin sicher, dass sich der Equal Pay Day, der Tag, ab dem die
Frauen aufgrund des Gender Gaps für den Rest des Jahres gratis
arbeiten, nach hinten verschieben lässt." Der Equal Pay Day findet in
Österreich am 29. September statt. (Schluss) up
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