- 22.09.2010, 12:52:58
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Industrie: Forderungen nach neuen Steuern beschäftigungsfeindlich und schädlich
IV-GS Beyrer: Permanente Rufe nach Belastungen klar falscher Weg - Österreich durch Strukturreformen statt neuer Steuern zukunftsfähig gestalten - Wachstum fasst wieder Tritt
Wien (OTS/PdI) - Als "Standort- und beschäftigungspolitische
Drohung" bezeichnete der Generalsekretär der Industriellenvereinigung
(IV) Mag. Markus Beyrer die permanenten Rufe nach neuen Steuern und
Belastungen. "Den heimischen Unternehmen und damit ihren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einer der egalitärsten
Gesellschaften der Welt und in einem massiv umverteilenden
Hochsteuerland noch tiefer in die Tasche greifen zu wollen hat nichts
mit 'Steuergerechtigkeit' zu tun, sondern ist schädlich und kostet
Arbeitsplätze und Wachstum", so Beyrer. Die besseren
Wachstumsprognosen sollen und müssen natürlich richtigerweise zum
Anlass genommen werden, neue oder höhere Steuern grundsätzlich zu
überdenken.
Zu den wiederholten Forderungen hinsichtlich neuen
Unternehmenssteuern, vermögensbezogenen Steuern oder
Verschlechterungen im Stiftungssteuersystem sei grundsätzlich zu
sagen, dass "die allfälligen Einnahmen aus diesen Titeln in keinem
Verhältnis zu dem Schaden, der damit dem Standort Österreich und den
Arbeitsplätzen zugefügt wird, stehen", betonte der
IV-Generalsekretär. "Die permanenten Rufe von einigen Seiten nach
neuen Steuern und der Wiedereinführung von mit gutem Grund
abgeschafften oder reduzierten Belastungen sind somit der klar
falsche Weg. Ebenso lehnen wir das Gegeneinander-Ausspielen von
Bevölkerungsgruppen nachdrücklich ab", sagte Beyrer.
"Die Linie der Industrie ist klar: Wir müssen Österreich vielmehr
durch Strukturreformen als neue Steuern zukunftsfähig gestalten.
Gerade jetzt, wo das Wachstum wieder Tritt fasst, auf ein
Sammelsurium populistischer Einzelmaßnahmen zu setzen, führt zu
Wohlstandsverlust für dieses Land und seine Menschen", so der
IV-Generalsekretär. Allein die Diskussion um neue Steuern oder die
Einschränkung der wenigen noch verbliebenen Standortvorteile wie etwa
der Gruppenbesteuerung sei vor diesem Hintergrund stark
standortschädlich. Vielmehr sei Sparpotenzial in Österreich im
Verwaltungs-, Pensions- sowie Gesundheitsbereich ausreichend
vorhanden. "Eine sofortige Abschaffung des 'Anti-Teuerungs-Pakets',
drei Tage vor der letzten Nationalratswahl beschlossen, hätte heuer
934 Mio. Euro gebracht, und würde im nächsten Jahr mehr als 1 Mrd.
Euro bringen."
Rückfragehinweis:
IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
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