• 22.09.2010, 10:22:01
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LR Anschober: Wachsender Druck aus Oberösterreich gegen die Risiko-AKW in Isar und Temelin

Bereits 4.128 Unterschriften für Online-Kampagne gegen Temelin-Erweiterung - OÖ-Fahrt zur Großkundgebung gegen Laufzeitverlängerung von Isar1 am 9.10. in München

Linz (OTS) - OÖ. Grüner Umweltlandesrat Rudi Anschober will den
Druck gegen die beiden Risiko-AKW Isar und Temelin, die sich gerade
in der Entscheidungsphase befinden, steigern. Und die Bevölkerung
macht so stark wie in keiner anderen Region mit: das
Einwendungsverfahren gegen Temelin wird bereits von 4.128 Menschen
unterstützt und Anschober appelliert nun an die Bevölkerung, an der
für 9.10. geplanten Großkundgebung gegen die Laufzeitverlängerung von
Isar1 in München teilzunehmen - Busse werden organisiert.

Am 26.August wurde die Online-Einwendungskampagne gegen den Ausbau
von Temelin auf vier Reaktorblöcke vom Land Oberösterreich gestartet
- mittlerweile wird diese Protesteinwendung von 4.128 Menschen
unterstützt. Bis 27. September können noch Einwendungen eingebracht
werden. Mit der Einwendung werden einerseits die Kritikpunkte gegen
die laufende UVP zum Weiterbau von Temelin vorgebracht, die
Bundesregierung zu Aktivitäten aufgefordert und gegen die
Durchführung einer UVP protestiert, die im Widerspruch zu den
EU-Rechtsvorschriften steht.
Anschober: "Tausende Bürger engagieren sich, aber die Bundesregierung
bleibt nach wie vor untätig. Isar, Temelin und Mochovce sind in einer
Entscheidungsphase, ich appelliere an Umweltminister Berlakovich,
endlich einen österreichischen Anti-Atomgifpel einzuberufen, um ein
entschlossenes und engagierteres und mit den Bundesländern
akkordiertes Vorgehen umzusetzen."

Auch der Widerstand gegen die Laufzeitverlängerung der deutschen AKW
gewinnt an Kraft: vergangenen Samstag waren es in Berlin bereits
100.000, die gegen den Beschluss der deutschen Bundesregierung
protestierten. Auch in Bayern folgen nun eine Reihe von Kundgebungen,
Mahnwachen und Demonstrationen, die auch von Oberösterreich aus
unterstützt werden. Anschober: "Ich selbst werde bei vier
Kundgebungen sprechen, aber wir wollen auch viele
OberösterreicherInnen motivieren, die Antiatombewegung Bayerns direkt
zu unterstützen. Daher werden OÖ-Ngos auch eine Fahrt zur für
Samstag, 9.Oktober geplanten Großkundgebung in München organisieren.
Interessierte können sich unter http://www.anti.atom.at informieren
und anmelden. Das atomare Risiko kennt keine Landesgrenzen, der
Widerstand auch nicht. Er wird immer stärker grenz- und
parteiübergreifend."

Rückfragehinweis:
Die Grünen Oberösterreich, Mag. Markus Gusenbauer, Pressereferent, Tel.: 0664/831 75 36, mailto: [email protected], http://www.ooe.gruene.at

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