- 21.09.2010, 11:53:39
- /
- OTS0147 OTW0147
LR Anschober: Nach alarmierender Kritik des deutschen Atomexperten an ISAR 1 muss Bundesregierung endlich Verhandlungen starten
Umweltlandesrat optimistisch, dass es gelingt, Laufzeitverlängerungen bald wieder zu stoppen
Linz (OTS) - Nach den alarmierenden Aussagen des früheren Chefs
der deutschen Atomaufsicht, Wolfgang Renneberg, über das 'erhöhte
Risiko durch Laufzeitverlängerung und Altreaktoren wie dem grenznahen
ISAR 1' gestern beim Besuch bei Umweltlandesrat Rudi Anschober,
appelliert Anschober an die österreichische Bundesregierung, endlich
aktiv zu werden. Anschober: "Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler
Pröll, BM Spindelegger und BM Berlakovich müssen endlich direkte
politische Verhandlungen mit der deutschen Bundesregierung starten.
Es muss ein direkter energischer Protest gegen die
Laufzeitverlängerungen eingebracht werden, es müssen die konkreten
Absprachen über Nachrüstungen aufgeklärt werden und die
Bundesregierung muss endlich zumindest die Zusammenfassung jener
Sicherheitsstudie über die alten deutschen Reaktortypen SWR69 mit dem
Schwerpunkt ISAR 1 offenlegen, die im Auftrag der Bundesregierung
erarbeitet wurde und seit Juli vorliegt. Anschober: "Es geht nicht um
das Veröffentlichen von Details, die zu Angriffen gegen Reaktoren
genutzt werden könnten, sondern um die Grundbewertung des Risikos in
dieser Studie, die in jahrelanger Arbeit von österreichischen
Atomexperten erstellt wurde."
Abschliessend appelliert Anschober an die Bundesregierung, für den
Fall des Scheiterns dieser direkten politischen Verhandlungen mit der
deutschen Bundesregierung, auch die rechtlichen
Handlungsmöglichkeiten österreichischer BürgerInnen und Institutionen
gegen einen Weiterbetrieb von Risikoreaktoren überprüfen zu lassen.
Anschober: "Auch wenn die dt. Regierung jetzt versucht, über die
große Mehrheit der BürgerInnen drüberzufahren, sehe ich gute Chancen,
die Laufzeitverlängerungen bald wieder zu stoppen. Der Druck wird
immer größer (vergangenen Samstag demonstrierten in Berlin bereits
100.000), der dt Verfassungsgerichtshof könnte die
Laufzeitverlängerung in den nächsten Monaten stoppen und spätestens
die nächste deutsche Wahl wird die Atomentscheidung völlig
verändern".
Rückfragehinweis:
Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag.a Sandra Urban, [email protected], Tel. 0664 / 829 86 51
Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRO






