Große Empörung über überfallsartige Verschlechterungen!

Gewerkschaft Öffentlicher Dienst in Vorarlberg lehnt Null-Lohnrunde ab!

Bregenz (OTS) - Von der Politik "arg vor den Kopf gestoßen" wurden die gewählten Interessenvertretungen im öffentlichen Dienst: Ohne jegliche Verhandlungen sei am 14.September mitgeteilt worden, dass man ab sofort die bisher übliche Teuerungsabgeltung nicht mehr gewähren wolle und auch Null-Lohnrunden möglich seien, empört sich Eugen Lampert, Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) in Vorarlberg.

"Damit hat der Arbeitgeber Land die bisherigen sozialpartnerschaftlichen Gepflogenheiten aufgegeben. Neben der jährlichen Inflationsabgeltung sollen auch im Bereich sozialer Zulagen Einschnitte erfolgen. Diese Vorgangsweise ist einmalig für Vorarlberg und in dieser Form abzulehnen", so Lampert. Dienstrechtliche Änderungen seien bis dato im Vorfeld mit den gesetzlich gewählten Organen sachlich diskutiert worden, wobei immer wieder für beide Seiten tragfähige Konsenslösungen gefunden wurden. "Im Landesdienst - speziell in den Krankenhäusern - arbeiten sehr viele Frauen, davon wieder viele in Teilzeit. Gerade dieser Personenkreis würde durch eine Null-Lohnrunde und weitere Einsparungen arg betroffen. Schon jetzt wissen viele Alleinerzieherinnen nicht, wie sie über die Runden kommen sollen", so Lampert weiter.

Der GÖD-Landesvorsitzende erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass "die Gehaltsabschlüsse im Landesdienst in den letzten Jahren um über 1,3% unter jenen des Bundes lagen - im Vergleich mit privatwirtschaftlichen Bereichen sogar um über 4%!" Die diesjährige Teuerungsrate liege bisher (Stand August 2010) bei ca 1,5%. Zudem seien die "Lebenshaltungskosten in Vorarlberg höher wie in den meisten anderen Regionen Österreichs."

Auch auf Bundesebene sei den öffentlich Bediensteten von der zuständigen Frauenministerin, Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), bereits im Sommer über die Medien mitgeteilt worden, dass eine Null-Lohnrunde für den öffentlichen Dienst möglich wäre. Dabei werde immer wieder der Eindruck erweckt, dass im Bereich des öffentlichen Dienstes nur Großverdiener arbeiten würden. Das entspreche aber leider nicht den Tatsachen, so Lampert. "Schon heute können Bedienstete der unteren Gehaltsbereiche mit ihrem Einkommen kaum auskommen".

Weiters stellt Lampert klar, dass "die öffentlich Bediensteten mit den kriminellen Machenschaften der Spekulanten und Finanzhaie nichts zu tun haben. Jeder Bürger wird nun dafür in die Verantwortung genommen - ohne die Schuldigen wirklich zur Rechenschaft zu ziehen. Sparen ist sicher notwendig - das darf aber nicht auf dem Rücken einzelner Berufsgruppen passieren", betont Lampert.

Die durch die Krise geänderten Rahmenbedingungen werden zur Kenntnis genommen, wobei einseitig verordnete Sparmaßnahmen zu Netto-Reallohnverlusten führen und somit voll zu Lasten der Bediensteten gehen würden. Lampert fordert von der Politik ein faires Miteinander und offene Verhandlungen über die anstehenden Probleme.

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Eugen Lampert, Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Tel. 0664 3230981

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