- 20.09.2010, 13:02:22
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Elternvertreter wollen ein besseres Schulsystem
Gemeinsame Pressekonferenz der Vorsitzenden der drei österreichischen Elternverbände - Gegen "übertriebenen Föderalismus"
Wien (OTS) - Wien, 20.09.10 (PEW) "Wir sprechen im Namen von drei
Millionen Müttern und Vätern in Österreich": Dies betonten die
Vorsitzenden der drei österreichischen Elternverbände am Montag bei
einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien, bei der sie ein
Forderungsprogramm zur "Steigerung der Bildungsqualität", der
"Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Österreich" und
der "Sorge für die Zukunft der Kinder" vorlegten. Gerald Netzl
(Vorsitzender des Dachverbandes der Elternvereine an öffentlichen
Pflichtschulen), Stefan Mandahus (Präsident des Hauptverbandes
Katholischer Elternvereine) und Theodor G. Saverschel (Präsident des
Bundesverbands der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen)
sprachen sich übereinstimmend gegen einen übertriebenen Föderalismus
im Schulbereich aus. Die Zersplitterung in neun verschiedene
Bildungssysteme wäre "fatal" für Österreich und würde die
Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Schulen - "und damit auch
des Wirtschaftsstandorts Österreich" - in Frage stellen. Die
Elternverbände wollen eine Bündelung aller Bildungskompetenzen beim
Bund durch die "kompromisslose und sofortige Umsetzung der
Empfehlungen des Rechnungshofes zur Schulverwaltungsreform".
Darüberhinaus fordern die Elternverbände die Einrichtung von
"Bildungsdirektionen", um die bisherigen Doppelgleisigkeiten zwischen
Landesschulräten und Bezirksschulräten zu überwinden. Die
Schulaufsicht müsse in ein österreichweites Qualitätsmanagement
umgebaut werden. Es gehe aber auch um eine Stärkung der
Eigenverantwortung und mehr Autonomie für die Schul-Standorte. Die
Schulleitungen sollten mehr Kompetenzen als bisher erhalten.
Das Ziel der Elternvertreter sei es, die Schule in Österreich "im
Interesse der neuen Generationen für die Herausforderungen des 21.
Jahrhunderts fit zu machen", betonte die Sprecherin des
Hauptverbandes Katholischer Elternvereine, Cornelia Franckenstein,
bei der Pressekonferenz. In diesem Sinn gebe es einen ständigen
Gesprächsprozess der Elternverbände mit dem zuständigen Ministerium
und Ministerin Claudia Schmied. (ende)
Rückfragehinweis:
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