- 18.09.2010, 08:00:43
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"profil": Die Abwicklung des Hypo-Engagements kostete Tilo Berlin rund 52 MIllioen Euro
Die Wiener Rechtsanwaltskanzlei Wolf Theiss legte Rechnungen über 1,23 Millionen Euro, die KPMG über 797.510 Euro
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, kostete Tilo Berlin die Abwicklung
des Einstiegs in die Hypo Alpe-Adria Bank International rund 52
Millionen Euro. Das geht aus Zahlungsbelegen der Berlin & Co Capital
Sarl aus den Jahren 2007 und 2008 hervor, die bei Hausdurchsuchungen
sichergestellt wurden. An die Wiener Rechtsanwaltskanzlei Wolf Theiss
wurden zwischen Juni 2007 und Jänner 2009 insgesamt 1,233.088.27
Millionen Euro überwiesen. Die Kanzlei half Tilo Berlin bei seiner
Genussscheinkonstruktion, mit der die Investorengruppe zunächst 9,1
Prozent an der Hypo übernahm. Im Frühjahr 2007 leistete sie Berlin
bei den Verkaufsgesprächen zwischen Bayerischer Landesbank und Land
Kärnten Rechtsbeistand. Die Bank selbst bezahlte in den vergangenen
Jahren weitere zwei Millionen Euro an die Kanzlei, die
Beratungsaufträge für ausländische Hypo-Töchter hatte.
Die KPMG, bei welcher der heutige Hypo-Vorstand Gottwald
Kranebitter beschäftigt war, profitierte von ihrer Zusammenarbeit mit
Berlin & Co Capital stärker als bisher bekannt. Zwischen Februar 2008
und Jänner 2009 erhielt die KPMG Alpentreuhand GmbH 238.510 Euro für
steuerliche Expertisen. Weitere 559.000 Euro bezahlte Berlin zwischen
Juli und Dezember 2007 an die KPMG Financial Advisory Services GmbH,
in Summe somit 797.510 Euro an zwei KPMG-Gesellschaften, in denen
Kranebitter zu jener Zeit Co-Geschäftsführer war. Kranebitter sagt,
er habe "keine Kenntnis darüber", was die KPMG für Berlin geleistet
hat.
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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