Klubobmann Steinkellner: Oberösterreichs Tierschutz ist Dauerbaustelle

Land braucht eine endlich Tierschutz-Strategie und Standards für Tierheime.

Linz, 17.Sept.2010 (OTS) - "Was die zuständigen Politiker in den letzten Jahren beim Tierschutz versäumten, müssen nun Beamte und Steuerzahler mühselig und teuer ausbaden", stellte heute FPÖ-Klubobmann Mag. Günther Steinkellner zum Bericht des Landesrechnungshofes über die Oö. Tierheimstiftung fest.

"Da ist wohl seit Jahren der größte bekanntgewordene Fall von Misswirtschaft in einem Landesressort. Die Ursache für das völlige Versagen des in der letzten Legislaturperiode zuständigen Mitgliedes der Landesregierung bei der Umsetzung des Tierschutzgesetzes liegt offensichtlich auch daran, dass bei mehreren Entscheidungen das parteipolitische Kalkül stärker im Vordergrund stand als eine für die Steuerzahler und die Tiere günstige Lösung!"

Da sei es kein Wunder, dass ein Groß-Spender sein Geld zurückverlangt und für einen nicht notwendigen Gnadenhof mehr als eine Million Euro in den Sand gesetzt wurden.

Klubobmann Steinkellner verlangt, dass die Empfehlungen des Landesrechnungshofes rasch und zielstrebig umgesetzt werden.
"Vor allem ist es einmal notwendig, dass für den Tierschutz in Oberösterreich eine generelle Regelung geschaffen wird, wie die bestehenden Tierschutzvereine ihren Aufgaben nachkommen können. Derzeit gibt es dafür überhaupt keinen Plan, es fehlt eine Tierschutzstrategie, es fehlen die Konzepte und Richtlinien. Außerdem braucht man Standards für die Tierheime", stellte Steinkellner fest.

Zwttl.: Tierheimstiftung in Landesgesellschaft für Tierschutz umwandeln.

Da auch der Landesrechnungshof die Konstruktion einer Stiftung für die Umsetzung der Tierschutzziele als eher nicht geeignet ansieht, schlägt FPÖ-Klubobmann Steinkellner vor, die Tierheimstiftung in eine Landesgesellschaft für Tierschutz umzuwandeln.
"Diese soll mit den bestehenden Tierheimen Leistungsverträge zur Erfüllung der Aufgaben abschließen, die sich aus dem Tierschutzgesetz ergeben. Vor allem ist aber in Zukunft darauf zu achten, dass die Zahl der in Tierheimen betreuten Tiere nicht weiter steigt. Tierheime dürfen nicht zum Selbstzweck und zu Daueraufenthaltseinrichtung für Tiere werden. Es gilt, für die dort untergebrachten Tiere möglichst bald wieder Menschen zu finden, die sie betreuen. Dafür sollten sich die Tierheimbetreiber einsetzen."

Zwttl.: Kampf gegen illegalen Tierhandel forcieren.

Natürlich sei auch stärker gegen den illegalen Tierhandel vorzugehen. FPÖ-Klubobmann Steinkellner weist darauf hin, dass viele jener Tiere, die letztlich in den Heimen landen, aus Massenzüchtungen in vorwiegend osteuropäischen Ländern stammen.

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ Oberösterreich Landtagsklub
Ing. Hannes Lackner
Tel. 0664 250 55 74

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPO0001