BIO AUSTRIA Niederösterreich feiert 30 Jahre Verbands-Biolandbau und arbeitet an der Zukunft der österreichischen Landwirtschaft

Wien (OTS) - DI Karl Erlach, Obmann BIO AUSTRIA NÖ und Wien:

  • Eigenständige, unabhängige Verbands- und Vermarktungsstrukturen sind für den Biolandbau notwendig!
  • Niederösterreich braucht 25% Bio-Anteil in der Landwirtschaft! EU-Agrarpolitik muss bei der Neuausrichtung 2013 die Weichen für eine konsequente Ökologisierung der Landwirtschaft stellen!
  • 'Bauernsterben' muss in Österreich endlich gebremst werden!

Dank seiner erfolgreichen Entwicklung in den letzten 30 Jahren hat der niederösterreichische Biolandbau die heimische Landwirtschaft entscheidend mitgestaltet: Gab es im Jahr 1980 in Niederösterreich erst 17 Biobetriebe, so setzen sich 2010 bereits über 4.400 niederösterreichische Biobäuerinnen und Biobauern für eine konsequente Ökologisierung der Landwirtschaft und damit für eine hochwertige, biologische Lebensmittelqualität ein.

Heute ist Niederösterreich das Bio-Bundesland Nr. 1 in Österreich und zählt auch weltweit zu den wichtigsten Bio-Regionen: Über 20% aller österreichischen Biobetriebe sind in Niederösterreich beheimatet - gut 1/3 der in Österreich biologisch bewirtschafteten Fläche liegt in Niederösterreich. Mit 3.510 Mitgliedbetrieben ist der Verband BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien Österreichs größter Bio-Landesverband.

Ein Verdienst, der zu einem Gutteil dem großen und unbeirrbaren Engagement der Biobäuerinnen und Biobauern, ihrem eigenständigen, starken 30-jährigen Bio-Verbandswesen unter den Obmännern Franz Heissenberger (1981 - 1994), ÖkR Markus Schörpf (1994 - 2008) und DI Karl Erlach (ab 2008) zuzuschreiben ist.

"Die Pioniere des Biolandbaus haben mit ihren Idealen eine zukunftsweisende Basis für die gesamte österreichische Landwirtschaft geschaffen. Letztlich waren es ihre konsequente Ökologisierungsarbeit, ihre eigenständigen Organisations- und Vermarktungsstrukturen und die faire Partnerschaft mit den Konsumenten, die den heutigen Verband BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien ausmachen. Diese Erfolgsgeschichte zeigt uns, wie wichtig es auch für die heutigen Landwirte ist, sich mit unabhängigen Organisations- und Vermarktungsstrukturen eine nachhaltige Zukunftsperspektive zu schaffen. Bei BIO AUSTRIA verfügen wir vom Bio-Getreide bis zum Bio-Fleisch über eigene, starke Vermarktungsstrukturen. Hinzu kommen noch zahlreiche Serviceleistungen für die Biobäuerinnen und Biobauern wie persönliche Fachberatungen, Fortbildungskurse oder politische Interessensvertretung" - so DI Karl Erlach, Obmann von BIO AUSTIA NÖ und Wien.

Anteil der biologisch bewirtschafteten Agrarflächen in Niederösterreich auf 25% erhöhen - EU-Agrarpolitik muss 2013 Weichenstellung für nachhaltige Ökologisierung vornehmen!

Seit dem Jahr 2008 leitet der 48-jährige "Raxbauer" DI Karl Erlach als Obmann von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien die Geschicke der NÖ Bio-Landwirtschaft. Das 30-jährige Jubiläum des Bio-Verbandswesens in Niederösterreich ist für ihn ein wichtiger Anlass, dankbar in die Vergangenheit und mutig in die Zukunft zu blicken: Für DI Karl Erlach sind die Leistungen und Erfolge der Bio-Pioniere ein klarer Auftrag für die Zukunft der nationalen und internationalen Landwirtschaft:

"Der Biolandbau ist eine Landwirtschaftsform, die der Gesellschaft eine nachhaltige Zukunft gewährleistet. Im Biolandbau finden sich die zentralen Antworten und Lösungen für den Klimawandel, den Umwelt- und Tierschutz, die Gefahren der Gentechnik und freilich auch für die gesunde Ernährung der Bevölkerung. Die österreichischen Biobauern sparen durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel und die artgerechte Tierhaltung jedes Jahr über 200.000 Tonnen an klimaschädlichem CO2 ein. Und immer mehr wissenschaftliche Studien belegen den gesundheitsfördernden Wert biologischer Lebensmittel. Daher ist eine weitere, konsequente Ökologisierung der Landwirtschaft unbedingt notwendig. In Niederösterreich sollten wir den Anteil an biologisch bewirtschafteten Agrarflächen von derzeit 15 % mittelfristig auf mindestens 25% erweitern. Die EU-Agrarpolitik muss bei ihrer Neuausrichtung im Jahr 2013 ein klares Zeichen setzen: Mehr Biolandbau, mehr Klima-, Umwelt- und Tierschutz und mehr Ernährungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger!" - regt DI Karl Erlach zu einem Umdenken an.

Biobäuerliche Familienbetriebe sind unverzichtbare Nahversorger für die ländliche und urbane Bevölkerung.

Ebenso im Bereich der regionalen Wirtschaftskreisläufe ortet DI Erlach für die Bio-Landwirtschaft ein großes Zukunftspotential. Denn mit der Erfolgsformel für den Klimaschutz "bio und regional = klimaoptimal" bietet die Bio-Landwirtschaft mit ihren engagierten Familienbetrieben der ländlichen wie urbanen Bevölkerung ein dichtes, regionales Versorgungsnetz mit hochwertigen Bio-Lebensmitteln:

"Als Nahversorger für die Niederösterreicher und Wiener möchten wir die Menschen mit Bio-Lebensmitteln von höchster Qualität verwöhnen. In Niederösterreich gibt es rund 600 Bio-Direktvermarkter, die in ihren Hofläden, Bioläden oder auf Bauernmärkten direkt auf die Menschen zu gehen. Der relativ hohe Anteil an Direktvermarktern ist überaus erfreulich - denn es war uns immer wichtig, den Weg der Ökologisierung und biologischen Lebensmittelqualität gemeinsam mit den Konsumenten zu gehen. Die faire Partnerschaft mit den Konsumenten, der offene Umgang miteinander ist eine wichtige Wurzel des Biolandbaus" - betont DI Karl Erlach den gemeinsamen Weg der Biobäuerinnen und Biobauern mit den Konsumenten.

Der direkte Kontakt zu den Konsumentinnen und Konsumenten ist auch ein fester Bestandteil in der Verbandsarbeit von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien: So geht man heuer etwa mit den zwei Konsumenten-Informationsoffensiven "Wir schauen aufs Ganze" und dem Bio-Marktstand "Sparpaket Bio!" wieder direkt auf die Konsumenten zu. Zusätzlich werden von den 31 niederösterreichischen Info-Biobäuerinnen und Biobauern jährlich über 200 Bio-Informationsveranstaltungen in Schulen, Kindergärten und Vereinen abgehalten.

'Bauernsterben' muss in Österreich endlich gebremst werden!

Besonders am Herzen liegt DI Karl Erlach die langfristige Absicherung der Landwirtschaftsbetriebe und damit eine positive Zukunftsperspektive für die bäuerlichen Familien. Wie auch die jüngsten Daten des "Grünen Berichts zur Situation der österreichischen Landwirtschaft" zeigen, sind vor allem immer mehr konventionelle Betriebe vom Zusperren betroffen.

"Das 'Bauernsterben' muss in Österreich endlich gebremst werden! Auf leere Worte folgen nur leere Ställe - wir müssen endlich mit gezielten und wirksamen Maßnahmen dafür Sorge tragen, dass die bäuerlichen Familien mit ihren derzeitigen Strukturen eine echte Zukunftsperspektive erhalten. Wie der 'Grüne Bericht zur Situation der österreichischen Landwirtschaft' verdeutlicht, ist das 'Bauernsterben' bei konventionellen Landwirtschaftsbetrieben tendenziell höher. Dank der Biologischen Landwirtschaft könnten diese Familien und damit auch der ländliche Raum eine neue Zukunftsperspektive erhalten" - so DI Karl Erlach abschließend.

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