- 17.09.2010, 09:05:31
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Marek: Familienfreundlichkeit zahlt sich aus und ist immer ein Gewinn
Familienstaatssekretärin übergibt ersten Staatspreis "Familienfreundlichster Betrieb 2010"
Wien (OTS/BMWFJ) - "Die Umsetzung von familienfreundlichen
Maßnahmen schafft eine klassische win-win-Situation:
Familienorientierte Personalpolitik zahlt sich aus und ist sowohl für
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch für die Unternehmen ein
Gewinn", erklärte Familienstaatssekretärin Christine Marek gestern,
Donnerstagabend, anlässlich der Überreichung des ersten Staatspreises
"Familienfreundlichster Betrieb" im Studio 44 der Österreichischen
Lotterien. Mit diesem, von Marek initiierten Staatspreis, wurden
erstmals österreichische Unternehmen, die gute Rahmenbedingungen für
eine familienfreundlichere Arbeitswelt und damit mehr Wahlfreiheit
geschaffen haben, ausgezeichnet. "Die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Preisträger können sowohl ihre beruflichen Chancen
optimal nützen, als auch Familie und Beruf bestmöglich vereinbaren",
so Marek.
"Familienbewusste Personalpolitik rentiert sich", stellte die
Staatssekretärin fest und verwies in diesem Zusammenhang auf die
Ergebnisse einer vom Wirtschaftsministerium beauftragten Studie zum
Thema "Betriebswirtschaftliche Aspekte familienfreundlicher Maßnahmen
in österreichischen Unternehmen". Die gute Vereinbarkeit von Familie
und Beruf hat viele Vorteile. Sie steigere die Motivation und
Zufriedenheit der Beschäftigten, was wiederum zu
Effizienzsteigerungen und zur Reduktion der Stressbelastung führe.
Dadurch würden Fehlzeiten und Krankenstände gesenkt. Auch die
Verringerung der Fluktuation spare Mittel für die Nachbesetzung von
Stellen ein.
Familienfreundliche Unternehmen hätten auch während der
Wirtschaftskrise auf ihre Strategie vertraut, so Marek. "Ende 2009
haben wir die Studie unter dem Aspekt 'Aktualität
familienfreundlicher Maßnahmen in Krisenzeiten' erweitert. In der
Befragung hat sich herausgestellt, dass keines der Unternehmen seine
familienfreundlichen Maßnahmen krisenbedingt zurückgenommen hat.
Etwas mehr als die Hälfte habe sogar neue Maßnahmen umgesetzt.
Hauptmotiv war, wie auch schon in der ersten Befragung, dass
familienfreundliche Maßnahmen zur besseren Motivation und
Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beitragen und für
ein gutes Betriebsklima sorgen, was gerade in Krisenzeiten wichtig
ist."
Abschließend hielt Familienstaatsekretärin Marek fest: "Die
insgesamt 73 Einreichungen beim ersten Staatspreis
'Familienfreundlichster Betrieb' zeigen uns, dass immer mehr
Unternehmen mit familienfreundlichen Maßnahmen die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf bewusst fördern und so auch wirtschaftlich
erfolgreicher sind. Ich gratuliere allen Preisträgern und Nominierten
und hoffe, dass in Zukunft noch viel Unternehmen ihrem positiven
Beispiel folgen."
Staatspreis "Familienfreundlichster Betrieb"
Nach über 10 Jahren seines Bestehens wurde der ehemalige
Bundeswettbewerb "Frauen- und Familienfreundlichster Betrieb" heuer
auf Initiative von Familienstaatssekretärin Christine Marek erstmalig
vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend als
Staatspreis "Familienfreundlichster Betrieb" vergeben. Mit diesem
Staatspreis werden österreichweit Unternehmen und Institutionen
ausgezeichnet, die besonders herausragende Leistungen für eine
familienbewusste Personalpolitik umsetzen und somit aktiv zur
Förderung der Familienfreundlichkeit beitragen.
Die Verleihung der Betriebe erfolgt in 5 Kategorien:
1. "Unternehmen mit 5-10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern"
2. "Unternehmen mit 11-50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern"
3. "Unternehmen ab 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern"
4. "Non-Profit Unternehmen und Institutionen"
5. "Öffentlich-rechtliche Unternehmen und Institutionen"
Basierend auf den drei besten frauen- und familienfreundlichsten
Unternehmen und Institutionen jeder Kategorie der
Bundesländer-Wettbewerbe "Frauen- und familienfreundlichste Betriebe"
wählt eine Fachjury jene für den Staatspreis nominierten bzw. mit dem
Staatspreis ausgezeichneten Unternehmen aus. Die Fachjury setzt sich
aus Vertreterinnen und Vertretern der Länder, der Sozialpartner,
einer unabhängigen Expertin, einer Vertretung des Bundesministeriums
für Wirtschaft, Familie und Jugend sowie der Familie & Beruf
Management GmbH zusammen.
Beurteilungskriterien sind die Flexibilität der Arbeitszeit, der
Anteil der Teilzeitjobs, die Quote der Wiedereinsteigerinnen und
Wiedereinsteiger im Unternehmen, die Vorbereitung des Wiedereinstiegs
durch das Unternehmen, Maßnahmen des Unternehmens im Bereich
Kinderbetreuung, Frauen und Familien in Unternehmensphilosophie und
Personalpolitik, die Frauen-Weiterbildungsquote im Unternehmen, der
Anteil von Frauen in Führungspositionen, die Flexibilität des
Arbeitsortes, Unternehmensinterne Anlaufstellen für Frauen- und
Familienfragen und die materiellen Zusatzleistungen des Unternehmens
für Familien.
Nominierte und Staatspreissieger
Kategorie: Unternehmen mit 5-10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Staatspreissieger:
- hilber-beschläge Ges.m.b.H. Beschläge und Metallwarenerzeugung aus
Viehhausen in Salzburg
Nominierungen:
- ikp Vorarlberg PR und Lobbying GmbH aus Dornbirn in Vorarlberg
- Kurt Micheluzzi GmbH & Co "Cocolori" und "Die Hochzeitsfeen" aus
Bregenz in Vorarlberg
Kategorie: Unternehmen mit 11-50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Staatspreissieger:
- Pagitsch Design GmbH aus Salzburg
Nominierungen:
- Apotheke Zum Goldenen Löwen aus St. Pölten in Niederösterreich
- BERNIT Ges.m.b.H. & Co KG aus Strasswalchen in Salzburg
Kategorie: Unternehmen ab 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Staatspreissieger:
- Moorheilbad Harbach Betrieb GmbH & Co KG aus Moorbad Harbach in
Niederösterreich
Nominierungen:
- Bausparkasse Wüstenrot AG aus Salzburg
- Xolar GmbH aus Eberstalzell in Oberösterreich
Kategorie: Non-Profit Unternehmen und Institutionen
Staatspreissieger:
- aqua mühle frastanz - soziale Dienste gem. GmbH aus Frastanz in
Vorarlberg
Nominierungen:
- Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz Betriebsgesellschaft
m.b.H. aus Linz in Oberösterreich
- 4everyoung.at gemeinnützige KommunikationsgesmbH aus Klagenfurt in
Kärnten
Kategorie: Öffentlich-rechtliche Unternehmen und Institutionen
Staatspreissieger:
- Pensionsversicherungsanstalt - Standort Wien
Nominierungen:
- Landespflegeheim Eggenburg "Haus der Geborgenheit" aus Eggenburg in
Niederösterreich
- BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. aus Wien
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl Tel.: +43 (01) 711 00-5838 Referat Presse: Mag. Alexandra Perl +43 (01) 711 00-5130 [email protected] www.bmwfj.gv.at
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